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Crypto Crime

Starke Zunahme von Streitigkeiten und Steuerstrafverfahren im Bereich Kryptowährungen erwartet

Anmelde-Hotline: 0221-93738-656
Themen
  • Grundlagenwissen zu Blockchain, Kryptowährungen (z.B. Bitcoin, Ether, Doge und Tether) und anderen Krypto-Assets (z.B. Non-Fungible Tokens (NFTs))
  • Einführung in das neue Rechts- und Beratungsfeld „Crypto Crime“
  • Steuerliche Anknüpfungspunkte:
    - Fragen im Zusammenhang mit der umsatz- und ertragsteuerrechtlichen Behandlung von Kryptowährungen und Krypto-Assets
    - Vorstellung und kritische Auseinandersetzung mit dem BMF-Entwurf eines Schreibens zu den „Einzelfragen zur ertragsteuerlichen Behandlung von virtuellen Währungen und von Token“
  • Steuerstrafrechtliche Anknüpfungspunkte:
    - Risikofelder und Ermittlungsansätze bei Kryptowährungen und Krypto-Assets
    - Praxisfälle Erklärungspflicht und nachträgliche Korrektur (§ 153 AO; § 371 AO)
Programm

Uhrzeit: 15 - 18 Uhr

Starke Zunahme von Streitigkeiten und Steuerstrafverfahren im Bereich Kryptowährungen erwartet

Der Fiskus und die strafrechtlichen Ermittlungsbehörden werfen verstärkt ein Auge auf Kryptowährungen. Laut einer Studie des „Frankfurt School Blockchain Center“ aus 2021 könnten dem Staat aus Gewinnen mit dem Handel von Bitcoin & Co. Steuermehreinnahmen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro winken.

Die Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen und anderen Krypto-Assets resultieren insbesondere aus Wertentwicklungen der Jahre 2020 und 2021, die an die Stock-Blasen „Neuer Markt“ bzw. „Dotcom-Hype“ erinnern. Einen großen Sprung konnte beispielsweise die Kryptowährung „Dogecoin“ (DOGE) verzeichnen – stellenweise mit einem Wertzuwachs von gut 12.000 Prozent.

Die in der Öffentlichkeit wohl bekannteste Kryptowährung „Bitcoin“ (BTC) zeigte, nicht nur gemessen an den Renditen durchschnittlicher Investments, zeitweise ebenfalls starke Zuwächse, erreichte sogar ein Allzeithoch. Seit seiner Schaffung ist der Bitcoin um durchschnittlich 200% p.a. gestiegen.

Ein weiteres Phänomen sind "Non-Fungible Tokens" (NFTs). Sie haben mit Fungible Tokens gemeinsam, dass es sich bei ihnen um digitale Abbilder realer Dinge (Bilder, Gegenstände, Töne etc.) oder auch nur digital existierender Entitäten (z.B. Kryptowährungen oder „Grundstücke“ in virtuellen Welten) handelt. Im Unterschied zu Fungible Tokens sind Non-Fungible Tokens allerdings einzigartig. Ein Beispiel in der Vergangenheit waren die „Cryptokitties“ - digital existierende Kreaturen in Form von Katzen, wovon jedes aufgrund seiner persönlichen Besonderheiten einzigartig war. Diese Einzigartigkeit wurde durch die Blockchain-Technologie gewährleistet, so dass zu jedem Zeitpunkt die Prüfung möglich ist, ob es sich um das Original handelt.

Bis heute ist höchstrichterlich nicht geklärt, ob z.B. die aus dem Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin & Co. erzielten Gewinne überhaupt steuerbar sind. Sollten sie steuerbar sein, könnte ein verfassungswidriges strukturelles Vollzugsdefizit bestehen.

Mit Blick auf eine grundsätzliche Betrachtung von Kryptowährungen und anderen Krypto-Assets ist der Ansatz des FG Nürnberg (v. 8.4.2020 – 3 V 1239/19) überzeugend:

„Letztlich sollte bei der Qualifizierung einer 'Kryptowährung' als Wirtschaftsgut schon möglichst klar sein […] worüber man eigentlich entscheidet.“

Mit anderen Worten: Kryptowährung ist nicht gleich Kryptowährung. Jede Kryptowährung als Wirtschaftsgut im Sinne des Steuerrechts zu qualifizieren (vgl. FG Berlin-Brandenburg v. 20.06.2019 – 13 V 13100/19), verkennt die oftmals sehr komplexen technischen Grundlagen einer Kryptowährung, von denen derzeit mehr als 10.000 bekannt sind. Nur wer diese Grundlagen kennt, kann hierauf die steuerrechtliche Würdigung aufbauen.

Das BMF legte zuletzt den Entwurf eines Schreibens zu „Einzelfragen der ertragsteuerlichen Behandlung von virtuellen Währungen und von Token vor“. Der Entwurf wurde im Anschluss mit Interessensverbänden und Vertreterinnen und Vertretern der Beratungspraxis diskutiert. An der Diskussion haben auch Ihre Referenten, Rechtsanwalt Thorsten Franke-Roericht, LL.M. und Rechtsanwalt Martin Figatowski, LL.M., teilgenommen. Der Entwurf wird im Vortrag vorgestellt und kritisch gewürdigt.

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Ihr Nutzen
Mit dem Seminar gewinnen Sie nicht nur einen ersten Überblick über das Phänomen Blockchain, Kryptowährungen und Krypto-Assets, sondern sind auch in der Lage, Ihren Mandaten die richtigen Fragen zu stellen, um den jeweiligen Fall mit Blick auf die steuer- und steuerstrafrechtliche Facetten bearbeiten zu können. Ein solches Know-How ist im Rechtsmarkt bislang kaum zu finden. Seien Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen einen Schritt voraus.
Zielgruppe
Rechtsanwälte, Fachanwälte für Steuerrecht, Fachanwälte für Strafrecht, Zertifizierte Berater für Steuerstrafrecht (DAA), Steuerberater
Ort
Online am 8. März 2022
Online-Veranstaltung
Webinar 1
50968 Online
Anfahrt auf Google Maps
Tel.: 0221 93738 656
Buchung
336,00 € (zzgl. gesetzl. USt) Inkl. digitaler Arbeitsunterlagen. Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Anmeldebestätigung mit dem Zugangslink per E-Mail. Rechnungstellung erfolgt nach der Veranstaltung.
Teilnehmer

3 Zeitstunden gem. § 15 FAO

Referenten

Portrait von Martin Figatowski
Martin Figatowski LL.M. Taxation, Tax Compliance Officer (C.H. Beck), Steueranwalt u. Steuerstrafverteidiger in Bonn, ehem. Sachgebietsleiter in einem Strafsachenfinanzamt, zuletzt komm. Referatsleiter in der Strafsachenstelle des BZSt, Alliance Crypto Crime Defense 
Portrait von Thorsten Franke-Roericht
Thorsten Franke-Roericht LL.M. Wirtschaftsstrafrecht, Tax Compliance Officer (C.H. Beck), Steueranwalt, Wirtschafts- u. Steuerstrafverteidiger in Düsseldorf, Autor im Heidelberger Komm. Steuerstrafrecht (2. Aufl., C.F. Müller 2020), Alliance Crypto Crime Defense 
Portrait von Roman Reher
Roman Reher „Blocktrainer“, Founder Blocktrainer und geschäftsführender Gesellschafter der bCyber GmbH (Münster), Bitcoin-/Blockchain-Experte und YouTuber, gehört mit seinem Team zu den festen Größen der deutschen Kryptoszene. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit wissenschaftlich-technischem Ansatz Aufklärung zu Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain-Themen zu bieten.
Kooperation Verlag Dr. Otto Schmidt und Deutsche Bahn
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