02.09.2013

Zahl der atypisch Beschäftigten geht leicht zurück

Die Zahl der atypisch Beschäftigten ist erstmals seit Jahren leicht rückgängig und 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf 21,8 Prozent gesunken. Dies hat das Statistische Bundesamt (DESTATIS) mitgeteilt. Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen gestiegen. Zu den atypisch Beschäftigten gehören befristet Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenstunden, geringfügig Beschäftigte und Zeitarbeiter.

Entwicklung der atypischen Beschäftigung
Seit 1991 ist der Anteil atypisch Beschäftigter (12,8 %) nahezu kontinuierlich gestiegen und hatte 2007 seinen bislang höchsten Wert von 22,6 % erreicht. Seitdem blieb er knapp unter diesem Niveau und war 2012 nun - mit 21,8 Prozent gegenüber 22,4 Prozent im Vorjahr - erstmals deutlich rückläufig. Die Zahl der atypisch Beschäftigten ist damit um 146.000 Personen gesunken.

Steigende Erwerbstätigkeit und mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse
Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen seit 2006 gestiegen. Im Jahr 2012 erhöhte sie sich um 504.000 auf 24,2 Millionen. Von der Zunahme entfielen 116.000 auf Teilzeitbeschäftigte mit mehr als 20 Stunden (+ 4,4 %) und 388.000 auf Beschäftigte in Vollzeit (+ 1,8 %). Die Bundesagentur für Arbeit hat zudem im Juni 2013 festgestellt, dass 348.000 Menschen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind als vor einem Jahr. Insgesamt haben 29,27 Millionen ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.

Stabile Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote liegt mit knapp unter drei Millionen Arbeitslosen unverändert bei 6,8 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist zwischen 2007 und 2011 von 1,72 Millionen auf 1,05 Millionen zurückgegangen. Im August 2013 waren 445.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Besonders gesucht sind Fachleute für Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf, Logistik und Gesundheit.

Längere Erwerbstätigkeit
In Deutschland sind inzwischen rund 62 Prozent der 54- bis unter 65-Jährigen erwerbstätig. Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist dies überdurchschnittlich hoch: Im EU-Durchschnitt sind nur 46 Prozent der Älteren erwerbstätig.

DESTATIS PM v. 28.8.2013 u. Bundesregierung PM v. 30.8.2013
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