Kriminalistik Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis

Kriminalistik

Bereits seit über 75 Jahren erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Inklusive Online-Archiv der Kriminalistik seit 1999.

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juris PartnerModul Polizeibehörden
Kriminalistik online


ISSN 0023-4699

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Beschreibung

Die Kriminalistik liefert monatlich fundierte Informationen und Beiträge  aus der Feder von Fachleuten zu Themen wie Kriminalpolitik,  Kriminalistik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche  Aus- und Fortbildung und Rechtsmedizin. Rubriken wie Recht Aktuell,  Kriminaltechnik International, Literatur, Kriminalistik Schweiz und  Kriminalistik Österreich sowie Kriminalistik-Campus runden den Inhalt  ab.

Umfassende Informationen zur aktuellen Ausgabe und  Online-Archiv mit kostenlosem Zugriff für Abonnenten auf die Inhalte aller Kriminalistik-Ausgaben seit 1999 auf www.kriminalistik.de

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Erscheinungsweise:
11 x jährlich

Aktuelles Heft

Heft 2 / 2024

Editorial

Faßbender, Joachim / Martin, Sigmund P., Editorial, Krimi 2024, 65

Beiträge

Hahn, Nikola, Kriminalistisches Denken, Krimi 2024, 66-78

Lässt sich Kriminalistisches Denken durch die kriminalistische Beurteilung der Lage, die kriminalistische Fallanalyse oder wissenschaftliche Methoden ersetzen? Wäre ein modernes Arbeitsmodell für Kriminalistisches Denken sinnvoll, das einen Schwerpunkt auf “Denkwerkzeuge“ legt? Unter anderem mit diesen Fragen startete ein fünfteiliger Beitrag, der in Teil I eine Übersicht über historische und aktuelle Quellen zum Thema bot, die im zweiten Teil exemplarisch auf mögliche Bausteine und Leitlinien für ein neues Modell untersucht werden.

Marquardt, Annette, Zweifacher Mord und Mordversuch, Krimi 2024, 78-84

Ein Täter sucht den Tatort auf in der Absicht, dort zwei Personen zu töten. Am Folgetag stellt er sich der Polizei. Er wird vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragt den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls. Dem Beschuldigten wird von Amts wegen ein Pflichtverteidiger beigeordnet, die Verteidiger meinen später, dass dies zu spät erfolgt und ihr Mandant falsch belehrt worden sei. Der Täter wurde – insbesondere wegen zweifachen Mordes und einem Mordversuch – von der Schwurgerichtskammer zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt und es wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Revision des A wurde verworfen. Der Fall ist sowohl in prozessualer wie materieller Hinsicht sehr lehrreich.

Endres, Florian / Höppner, Christian / Komarek, Marcel / Schindler, Natalia, Vom Anschluss an das “Kalifat“ bis zur Reintegration in Deutschland, Krimi 2024, 84-90

Seit 2012 ist die Beratungsstelle “Radikalisierung“ im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das Kompetenzzentrum des Bundes für die Präventions- und Interventionsarbeit auf dem Gebiet des Islamismus. Neben dem Betrieb einer phänomenspezifischen Beratungshotline und der Geschäftsführung über die Arbeitsgruppe “Deradikalisierung“ im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum, fördert die Beratungsstelle zudem bundesweit Projekte sowie den internationalen Fachaustausch im Themenfeld. Im Spiegel dieser Aufgabenwahrnehmung zeigt der Beitrag die Entwicklung der Rolle des Bundesamtes im Kontext des Umgangs mit Rückkehrenden aus dem sog. Islamischen Staat auf.

Treibel, Angelika, Psychologische Beratung nach hoch belastenden Ereignissen, Krimi 2024, 91-97

Die Beratungsstelle “BeKo Rhein-Neckar“ (Beratungs- und Koordinierungsstelle Psychosoziale Notfallversorgung Rhein-Neckar) bietet nach hoch belastenden Ereignissen wie Kriminalität, Todesfällen und Unfällen niedrigschwellig psychologische Beratung am Telefon an. Im nachfolgenden Beitrag werden die Prinzipien der Bedarfsorientierung und Nicht-Pathologisierung als zentrale und zielführende Elemente der psychologischen Beratung dargestellt. Auf Grundlage der Erfahrungen aus N = 548 Fällen werden Meta-Kategorien psychosozialer Bedarfslagen ausgewiesen und Kernpunkte der Vorgehensweise in der psychosozialen Bedarfsermittlung und -versorgung beschrieben. Abschließend wird das Konzept der Beratungsstelle in das Hilfesystem nach hoch belastenden Ereignissen strukturell eingeordnet.

Jarvers, Louis, Open Source Intelligence in Sicherheitsbehörden organisieren, Krimi 2024, 98-104

Für die Internetermittlung, Lagebeobachtung und Einsatzvorbereitung gewinnen Sicherheitsbehörden Erkenntnisse aus offenen Internetquellen, sog. Open Source Intelligence (OSINT). In der behördlichen Umsetzung dominieren vier Organisationsmodelle, die in zwei Artikeln beschrieben und hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken bewertet werden. Als erster von zwei Teilen beleuchtet der vorliegende Artikel das Zentralstellenmodell und den Flächenansatz. Der Folgeartikel beschreibt Koordinationsstelle und Matrixorganisation und zieht ein Fazit zu allen vier Organisationsansätzen.

Red., , Aktuelles: Gewaltkriminalität im Fokus, Krimi 2024, 104

Kriminalistik – Schweiz

Eisenhart, Daniel, Replik zu den beiden Beiträgen: Forensic Nursing, Krimi 2024, 105-106

Mausbach, Julian / Thali, Michael / Kägi, Valeria, Zürcher Modell, Krimi 2024, 106-109

Mit regierungsrätlichem Beschluss ist im Kanton Zürich das “Zürcher Modell für Opfer sexueller und häuslicher Gewalt – Aufsuchender Dienst Forensic Nurses“ auf den Weg gebracht worden. Es soll zukünftig einen wesentlichen Beitrag bei der Bekämpfung von Gewaltdelikten leisten. Notabene indem es losgelöst von der Durchführung eines Strafverfahrens die Sicherstellung einer gerichtsverwertbaren Befunddokumentation und Spurensicherung gestattet. Für die Umsetzung wird dabei auf Forensic Nurses gesetzt, die sich zu den gewaltbetroffenen Personen begeben.

Kriminalistik – Campus

Hilsberg, Sebastian, Erfolgsprojekt oder Reformbedarf?, Krimi 2024, 110-116

Der vorliegende Aufsatz befasst sich mit einer kriminalstatistischen Analyse der Sexualstrafrechtsreform 2016, die letztlich das Ergebnis einer emotional geführten rechtspolitischen Debatte darstellt. Die Auswertung hält wertvolle Erkenntnisse über die mittlerweile abzulesende praktische Relevanz der §§ 177, 184i StGB bereit. Die hinsichtlich der Verurteilungsquote vorhergesagten Reformeffekte haben sich – zumindest in dem erwarteten Ausmaß – nicht eingestellt. Die Kritik an § 184j wird um das Argument seiner kriminalstatistischen Bedeutungslosigkeit bereichert. (Redaktion: Prof. Dr. Sigmund Martin)

Schreiber, Tim, Prävention von Geldwäsche, Krimi 2024, 117-125

Die Bargeldobergrenze in Deutschland ist immer wieder ein groß diskutiertes Thema – in der Politik, Wirtschaft und Bevölkerung. Insbesondere Bundesinnenminister und die EU fordern die Einführung einer solchen, um gegen u.a. Geldwäsche vorzugehen. Der vorliegende Aufsatz, der Teilergebnisse einer umfangreicheren Bachelorarbeit wiedergibt, widmet sich der Frage, welche Präventionsmaßnahmen für Geldwäsche bereits etabliert sind und ob hier eine Bargeldobergrenze eine weitere Präventionsmaßnahme darstellen kann. Das Thema hat politische Brisanz, durch eine Bargeldobergrenze werden Grundrechte der Bürger eingeschränkt. Auch stellt sich die Frage der Notwendigkeit, das Geldwäschegesetz (GwG) wurde erst im Jahr 2017 eingeführt. (Redaktion: Prof. Dr. Sigmund Martin)

Recht aktuell

OLG Schleswig v. 9.8.2023 - 1 ORs 4 Ss 7/23 / Vahle, Jürgen, Kein Notstandsrecht für Klimaschützer, Krimi 2024, 126-127

Literatur

Wagner-Kern, Michael, Rittig/Hartmann-Wergen, Fälle zum strafprozessualen Ermittlungsverfahren, Krimi 2024, 127-128

Autoren

 KD i.H. Joachim Faßbender, Prof. Dr. Sigmund P. Martin, LL.M. (Yale)