Herrmann/Heuer/Raupach

EStG KStG Kommentar

Großkommentar zum Einkommensteuergesetz und Körperschaftsteuergesetz
EStG KStG Kommentar
Loseblattwerk Verlag Dr. Otto Schmidt KG

Dieser Großkommentar steht für Kommentierungen mit einem Höchstmaß an Qualität, Praxistauglichkeit und Aktualität. Das ergibt sich aus der konstanten Rechtsstandspflege sowie dem tatbestandsmerkmalorientierten Aufbau der Kommentierungen von über 100 Experten aus allen Bereichen des Steuerrechts.

Erscheinungsweise: Ergänzungslieferungen etwa sechsmal jährlich
  • Großkommentar mit einem Höchstmaß an Qualität, Praxistauglichkeit und Aktualität
  • Kommentierung wichtiger Nebenbestimmungen, die sich auf Einzelnormen von EStG oder KStG beziehen
  • Autoren aus allen relevanten Bereichen: Beratung, Rechtsprechung, Steuerwissenschaft, Unternehmenspraxis und Finanzverwaltung
  • Viele praktische Beispiele
  • Inklusive Online-Modul ertragsteuerrecht.de

ISBN 978-3-504-23063-0

2022, 19.844 Seiten, 10 Bände, Ordner Leinen
398,00 € inkl. MwSt. Fortsetzungsbezug für mindestens 24 Monate. Kündigung danach jederzeit möglich.
  • lieferbar
Beschreibung

Im Steuerrecht erwarten Sie von einem Großkommentar zwei Dinge: höchste Qualität und höchste Aktualität. Der Herrmann/Heuer/Raupach bietet beides.

Das Werk enthält detaillierte, zitierfähige und belastbare Kommentierungen zu allen Facetten des deutschen EStG und KStG. Über 130 führende Steuerexperten aus Beratung, Rechtsprechung, Steuerwissenschaft, Unternehmenspraxis und Finanzverwaltung liefern Ihnen Lösungen für alle Herausforderungen in der Praxis.

Jetzt schon online - Kommentierung zur Energiepreispauschale
Ende Mai beschlossen, jetzt schon online im Herrmann/Heuer/Raupach: Die Kommentierung der Energiepreispauschale (§§ 112 bis 122 EStG neu). Warum der Bund keine allgemeine Kompetenz zur Verteilung von Steuergeschenken (sog. Helikoptergeld) hat, wenn das Geld unterschiedslos an Steuerpflichtige verteilt werden soll, lesen Sie in der Kommentierung der §§ 112 ff. von RiFG Prof. Dr. Tibor Schober. Dort werden auch weitere Problemfälle (Ausschluss von Grenzpendlern, Rentnern/Pensionären) und technische Fragen behandelt. Lesen Sie die Inhalte jetzt online im Beratermodul Herrmann/Heuer/Raupach Ertragsteuerrecht. Hier geht's zum kostenlosen 4-Wochen-Test.
In der gedruckten Version ist die Kommentierung mit der Lieferung 132 (September 2022) erhältlich.  

Außerdem zeigt sich der Großkommentar so frisch wie nie. Rund 84 % der Inhalte wurden seit 2020 neu erstellt oder aktualisiert. Die letzten Gesetzesänderungen, Urteile und Anwendungsschreiben sind allesamt berücksichtigt, darunter das ATADUmsG (ATAD-Umsetzungsgesetz) und das FoStoG (Fondsstandortgesetz). Sieben Updates pro Jahr sorgen dafür, dass das Werk stets auf der Höhe der Zeit bleibt.

Aktualität und Tradition
Einer der führenden Großkommentare zum Einkommensteuergesetz und Körperschaftsteuergesetz seit 1926: Wie konnte der Herrmann/Heuer/Raupach über so lange Zeit hinweg seine Spitzenposition verteidigen? Die Antwort: Dank seiner Aktualität. In diesem Punkt zeigt sich das Werk in diesem Jahr so stark wie nie zuvor. Rund 84 % der Kommentierungen wurden seit 2020 neu erstellt oder aktualisiert.

Auf Höhe der Zeit
So berücksichtigt das Werk die Regelungen zur Beseitigung von Besteuerungsinkongruenzen im Zusammenhang mit hybriden Gestaltungen. Auch die Reform der Entstrickungsbesteuerung sowie das Gesetz zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts sind berücksichtigt.

Des Weiteren finden sich im aktualisierten Herrmann/Heuer/Raupach Kommentierungen zum Abzugsteuerentlastungsmodernisierungsgesetz, zum Fondsstandortgesetz, zum Jahressteuergesetz 2021, zum zweiten Familienentlastungsgesetz sowie zu allen Corona-Steuerhilfegesetzen.

Fundierte Qualität
Dass der Herrmann/Heuer/Raupach seit langem zu den maßgeblichen Werken zum EStG und KStG zählt, hat einen einfachen Grund: Die Qualität der Inhalte sucht ihresgleichen.

Die Kommentierungen stammen von über 130 namhaften Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des Steuerrechts: Beratung, Rechtsprechung, Steuerwissenschaft, Unternehmenspraxis und Finanzverwaltung. Neue Vorschriften, Durchführungsverordnungen und Verwaltungsanweisungen werden aus jeder Perspektive beleuchtet. Sie profitieren von neuen Denkanstößen, praxisnahen Lösungen und Gestaltungen sowie rechtssicheren Argumenten für gerichtliche Auseinandersetzungen. Kurz und gut: Die Ausgewogenheit des Herrmann/Heuer/Raupach lässt keine Wünsche offen.

Für die Praxis
Praxistauglich ist das Werk nicht nur wegen der Zitierfähigkeit der Inhalte, sondern auch wegen seines logischen Aufbaus. Seine gesetzessystematische Kommentierung orientiert sich streng am Gesetzeswortlaut und trennt Tatbestandsmerkmale und Rechtsfolge. Jeder Vorschrift sind allgemeine Erläuterungen zum besseren Verständnis und zur schnellen Orientierung vorangestellt.

Auf einen Blick

  • Führender Großkommentar zum EStG und KStG
  • Erstklassige Inhalte
  • Praxisnah, kritisch, wissenschaftlich fundiert
  • Meinungsbildend
  • Umfassende Auswertung von Rechtsprechung, Verwaltungsauffassung und Literatur
  • Viele praktische Beispiele
  • Vollständige, systematische und detaillierte Erläuterungen
  • Multidisziplinäres Autorenteam

Noch mehr Substanz
Das Konzept des Großkommentars wurde erweitert. Es werden auch wichtige Nebenbestimmungen, die sich auf Einzelnormen von EStG oder KStG beziehen, erläutert. 

Lösungsorientiert
In den Kommentierungen werden insgesamt alle für die Steuerpraxis relevanten Rechtsgedanken sowie die bei der Rechtsanwendung auftretenden Fragen zum EStG und KStG erläutert.

Inklusive Online-Modul
Für die schnelle, zeitgemäße Recherche steht Ihnen als Abonnent automatisch das Online-Modul ertragsteuerrecht.de zur Verfügung mit zusätzlichen Inhalten aus dem ertragsteuerrechtlichen Umfeld. Das heißt:

  • Herrmann/Heuer/Raupach EStG/KStG Kommentar
  • Finanz-Rundschau – Ertragsteuerrecht, 24 Aufgaben/Jahr iklusive Archiv ab 1991
  • Lenski/Steinberg GewStG Kommentar
  • Schulze-Osterloh/Hennrichs/Wüstemann Handbuch des Jahresabschlusses (HdJ)

Das Ganze optimal verlinkt mit Gesetzen, Verwaltungsanweisungen und Rechtsprechung auf der weit verbreiteten Plattform von juris. 

Rezension.
„Insgesamt gelingt dem Herrmann/Heuer/Raupach eine unerreichte Balance zwischen umfassender Information und juristischer Prägnanz, wissenschaftlicher Tiefe und klarer Orientierung für die Praxis!“
Vors.RiinBFH Prof. Dr. Monika Jachmann in JM 10/2014, S. 395

Der Herrmann/Heuer/Raupach im Video.
Sehen Sie sich hier das Image-Video zu diesem etablierten Standardwerk an.

Alle Änderungen stets im Blick.

Lieferung 311 – Juli 2022

Mit dieser Lieferung erhalten Sie Jahreskommentierungen zu den folgenden Vorschriften:

Einkommensteuergesetz

  • § 3 Nr. 40 [Teileinkünfteverfahren]
  • § 4 Gewinnbegriff im Allgemeinen
  • § 10d Verlustabzug
  • § 13 Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  • § 34a Begünstigung nicht entnommener Gewinne
  • § 43 Kapitalerträge mit Steuerabzug
  • § 44a Abstandnahme vom Steuerabzug
  • § 49 Beschränkt steuerpflichtige Einkünfte
  • § 50 Sondervorschriften für beschränkt Steuerpflichtige
  • § 50i Besteuerung bestimmter Einkünfte und Anwendung von Doppelbesteuerungsabkommen
  • § 51 Ermächtigungen

Körperschaftsteuergesetz

  • § 1 Unbeschränkte Steuerpflicht
  • § 8b Beteiligung an anderen Körperschaften und Personenvereinigungen

Darüber hinaus wurden folgende Kommentierungen überarbeitet und aktualisiert: § 6a EStG (Pensionsrückstellung) wurde überarbeitet von Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Steuerberater, Altenstadt. Insbesondere geht die Kommentierung nun auf folgende aktuelle Rechtsentwicklungen ein: Anm. 3 setzt sich intensiv mit der Problematik des Rechnungszinsfußes i Höhe von 6% im Angesicht des anstehenden Beschlusses des BVerfG, des bereits zur Vollverzinsung ergangenen Beschlusses des BVerfG v. 8.7.2021 und der aktuellen Zinsentwicklung auseinander. Die Anm. 28 und 30 widmen sich ausführlich dem nrkr. Urt. des FG Münster v. 18.3.2021 zur Rückstellungsfähigkeit wertpapiergebundener Pensionszusagen ohne Garantien. Anm. 34 geht auf das Urt. des BFH v. 10.7.2019 zu in den der Pensionszusage essenziellen versicherungsmathematischen Grundlagen im Rahmen des Eindeutigkeitsgebotes des § 6a Abs. 1 Nr. 3 ein. Anm. 103 setzt sich kritisch mit dem BFH-Urt. v. 27.5.2020 zur Mindest-Rückstellung bei Entgeltumwandlung für im arbeitsrechtlichen Sinne beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer auseinander.

§ 7h EStG (Erhöhte Absetzungen bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen) und § 7i EStG (Erhöhte Absetzungen bei Baudenkmalen) wurden aktualisiert von Dr. Uwe Clausen, Rechtsanwalt/Fachanwalt für Steuerrecht, München. Der überarbeitete § 7h trägt den gesetzlichen Neuregelungen Rechnung, insbesondere, dass nunmehr die Finanzverwaltung prüft, ob ein Neubau vorliegt, und sie an rechtswidrige Gemeindebescheide nicht mehr gebunden ist. In § 7i setzt sich der Autor kritisch mit der rein denkmalorientierten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts auseinander, wann Baumaßnahmen zu einer „sinnvollen Nutzung“ des Gebäudes erforderlich sind. § 10a EStG (Zusätzliche Altersvorsorge), § 22a EStG (Rentenbezugsmitteilungen an die zentrale Stelle) sowie § 50f EStG (Bußgeldvorschriften) wurden erstmals überarbeitet von Dipl.-Finw. Stephan Hamacher, Richter am FG, Cottbus. Die Überarbeitungen greifen insbes. die seit der letzten Auflage ergangene Rechtsprechung und Gesetzesänderungen auf. So wurde bei der Überarbeitung u.a. die aktuelle Rspr. des BFH zur fehlenden Bindungswirkung einer Mitteilung nach § 91 Abs. 1 Satz 4 für die Voraussetzungen des SA-Abzugs nach §10a ebenso berücksichtigt, wie die aktuelle Rechtsprechung zum Verspätungsgeld bei einer nicht fristgerechten Übermittlung von Rentenbezugsmitteilungen nach § 22a Abs. 5. Die Aktualisierung der Kommentierung des § 50f beinhaltet die infolge des Inkrafttretens des Art. 83 der VO (EU) 2016/679 vorgenommenen Gesetzesänderungen und geht u.a. auch auf das Verhältnis der ertragsteuerlichen Bußgeldvorschrift des § 50f bei einem Verstoß gegen die Pflicht zur Übermittlung von Rentenbezugsmitteilungen nach § 22a zu Art. 83 der VO (EU) 2016/679 ein.

§ 19a EStG (Sondervorschrift für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit bei Vermögensbeteiligung), erstmalig kommentiert von Dipl.-Finw. Mirco Zantopp, Rechtsanwalt und Steuerberater, Berlin. Die 2021 durch das Fondsstandortgesetz in das EStG eingefügte Norm stellt die Reaktion des Gesetzgebers auf umfangreiche Bemühungen aus Politik und Wirtschaft zur Verbesserung der Besteuerung von Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodellen dar (z.B. die Initiative „#ESOPasap“ des Bundesverbands Deutsche Startups e.V.). Mit der Vorschrift des § 19a wird erstmals für bestimmte Mitarbeiterkapitalbeteiligungen geregelt, dass die Besteuerung eines geldwerten Vorteils aus dem verbilligten Erwerb von Kapitalbeteiligungen (z.B. Aktien und Geschäftsanteile) nicht bereits im Zeitpunkt der Ausgabe der Mitarbeiterkapitalbeteiligung erfolgt, sondern erst im Zeitpunkt eines schädlichen Ereignisses – wie beispielsweise eine Veräußerung oder die Beendigung des Dienstverhältnisses. Resultat ist eine umfangreiche Vorschrift, die systematisch durch viele Bereiche des Steuerrechts führt: So sind Bezüge zum steuerlichen Ermittlungsverfahren, Festsetzungsverfahren und Erhebungsverfahren ebenso vorhanden wie Regelungen zum Lohnsteuerabzugsverfahren. Die Kommentierung befasst sich nicht nur mit zentralen Fragen des Anwendungsbereichs, sondern adressiert auch – aus Sicht des Anwenders – konkrete Fragen und Gestaltungshinweise, insbesondere aus der Startup-Beratungspraxis.

§ 38 EStG (Erhebung der Lohnsteuer), aktualisiert von Klaus Strohner, Rechtsanwalt, Köln. Die Kommentierung wurde überarbeitet und um aktuelle Entwicklungen in Literatur und Rechtsprechung ergänzt. Zudem wurden die Änderungen durch das WElektroMobFördG („JStG 2019“) berücksichtig. Durch die im Jahr 2019 durch das WeElektroMobFördG erfolgte Ergänzung wurde festgelegt, dass bei internationaler ArbN-Entsendung ein in Deutschland aufnehmendes Unternehmen auch dann inländ. ArbG und zum LStAbzug verpflichtet ist, wenn es den Arbeitslohn für die ihm geleistete Arbeit anstatt ihn zu tragen nach dem Fremvergleichsgrundsatz hätte tragen müssen. Zugleich hat der BFH mit Urteil vom 4.11. 2021 – VI R 22/19 entschieden, dass ein inländisches Unternehmen nicht allein schon dadurch zum wirtschaftlichen Arbeitgeber wird, dass es dem entsendenden Unternehmen den Arbeitslohn erstattet, der auf die im Inland ausgeübte Tätigkeit entfällt. Vielmehr kommt es darauf an, dass der Einsatz des ArbN bei dem aufnehmenden Unternehmen in dessen Interesse erfolgt, der ArbN in den Arbeitsablauf des aufnehmenden Unternehmens eingebunden und dessen Weisungen unterworfen ist. Die Kommentierung zeigt die insoweit geänderte Rechtslage auf und befasst sich mit erster spezifischer Rechtsprechung des BFH zum wirtschaftlichen Arbeitgeber im nationalen Recht.

§ 39b EStG (Einbehaltung der Lohnsteuer), § 51a EStG (Festsetzung und Erhebung von Zuschlagsteuern) und die Kommentierung des Solidaritätszuschlaggesetz 1995 als Anhang zu § 51a EStG wurden von Dr. Klaus J. Wagner, Präsident des FG, Düsseldorf, überarbeitet. § 39b EStG wurde an den aktuellen Rechtsstand angepasst und darüber hinaus schon um einen Ausblick auf künftige, bereits beschlossene Regelungen ergänzt. Anpassungsbedarf bestand auch bei § 51a EStG einschließlich der Erläuterungen zur Erhebung der Kirchensteuer und zum Solidaritätszuschlag, also zu den derzeit erhobenen Zuschlagsteuern. Neben neu eingefügten datenschutzrechtlichen Regelungen erläutert der Autor vor allem die Folgen aus dem Gesetz zur Rückführung des Solidaritätszuschlags. Gegenstand der Darstellung sind auch neue Aspekte zur Frage der Verfassungsmäßigkeit der Beibehaltung des Solidaritätszuschlags, auch unter dem Aspekt, dass dieser nur noch für einen Teil der Steuerpflichtigen erhoben wird.

§ 50g EStG (Entlastung vom Steuerabzug bei Zahlungen von Zinsen und Lizenzgebühren zwischen verbundenen Unternehmen verschiedener Mitgliedstaaten der Europäischen Union) wurde überarbeitet von Prof. Dr. Lars Rehfeld, Rechtsanwalt/Steuerberater, Künzelsau. Die Entlastung vom Quellensteuerabzug für Zinsen und Lizenzgebühren gem. § 50g EStG wurde durch das AbzStEntMogG v. 2.6.2021 durch den Verweis auf § 50d Abs. 3 EStG geringfügig geändert. Darüber hinaus steht die Privilegierung des § 50g EStG seit den gesetzlichen Änderungen durch BEPS und ATAD in einem besonderen Spannungsfeld, so dass insbesondere die Bezüge zu den Substanzregeln und Abzugsbeschränkungen überarbeitet  worden sind.

§ 50e EStG (Bußgeldvorschriften) wurde von Wilfried Apitz, Leitender Regierungsdirektor, Sundern, vollständig überarbeitet und insbesondere bzgl. der Pflichtverletzungen und Ahnungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem KapErtrStAbzug (AbzStEntlModG v. 2.6.2021, BGBl. I 2021, 1259; BStBl. I 2021, 787) angepasst. 

§ 1a KStG (Option zur Körperschaftsbesteuerung) wurde erstmalig kommentiert von Dr. Kai Tiede, Vors. Richter am FG, Berlin. Der Autor kommentiert den durch das Gesetz zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts (KöMoG) v. 25.6. 2021 (BGBl. I 2021, 2050; BStBl. I 2021, 889) in das KStG eingeführten § 1a KStG. Die ab dem VZ 2022 anzuwendende Regelung räumt Personenhandelsgesellschaften und Partnerschaftsgesellschaften sowie ihren Gesellschaftern die Möglichkeit ein, auf Antrag für Zwecke der Besteuerung nach dem Einkommen wie eine Kap-Ges. und deren Gesellschafter besteuert zu werden. Die Regelungen der Mitunternehmerbesteuerung finden dann keine Anwendung. Zivilrechtlich und für andere stl. Zwecke bleibt die optierende Gesellschaft aber eine PersGes. Der Wechsel der PersGes. in das Besteuerungskonzept der KapGes. wird wie ein Formwechsel i.S.d. § 1 Abs. 3 Nr. 3 UmwStG und damit gem. § 25 i.V.m. §§ 20 ff. UmwStG wie eine Einbringung der Mitunternehmeranteile in eine fiktive KapGes. behandelt. Unter den Voraussetzungen der §§ 1 und 20 UmwStG kann der Wechsel – ebenso wie die eventuelle Rückkehr zur transparenten Besteuerung – steuerneutral, also zu Buchwerten, durchgeführt werden. Die im Jahr 2021 relativ überraschend eingeführte Regelung hat ein großes Echo in der Fachliteratur ausgelöst. Auch die Finanzverwaltung hat zu einigen der diskutierten Zweifelsfragen in einem umfangreichen Anwendungsschreiben Stellung genommen (BMF-Schreiben v. 10.11.2021 – IV C 2 - S 2707/21/10001 :004, BStBl. I 2021, 2212). Die Kommentierung nimmt den derzeitigen Diskussionsstand auf und enthält einen umfassenden Überblick über die Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Option.

§ 8a KStG (Zinsschranke) aktualisiert von Dr. André Kruschke, Rechtsanwalt, Frankfurt am Main: Die Kommentierung widmet sich den Voraussetzungen und Beschränkungen des Betriebsausgabenabzugs für Zinsaufwendungen bei Körperschaften. Anwendungsbereich und Rechtsfolgen der Vorschrift wurden umfassend überarbeitet. Darüber hinaus erläutert die Kommentierung die rechtliche und wirtschaftliche Bedeutung der Norm und thematisiert deren Vereinbarkeit mit nationalem Recht und Unionsrecht. Berücksichtigt wurden sämtliche Gesetzesänderungen des KStG bis zum JStG 2018 v. 11.12.2018 (BGBl. I 2018, 2338). Zudem wurden die aktuelle Rechtsprechung und das steuerliche Schrifttum ausgewertet. 

Darüber hinaus enthält die Lieferung aktualisierte Kommentierungen des § 43b EStG (Bemessung der Kapitalertragsteuer bei bestimmten Gesellschaften) von Dipl.-Finw. Jens Intemann, Richter am FG, Hannover, sowie § 52 EStG (Anwendungsvorschriften) und § 34 KStG (Schlussvorschriften) von Prof. Dr. Johanna Hey, Universität zu Köln. 

Informationen zu den Ergänzungslieferungen
Zuletzt erschien Lieferung 311 (Juli 2022 / Preise inkl. MwSt.: 114 € zzgl. 54 € für die Datenbank).
Autoren
Herausgegeben von Prof. Dr. Johanna Hey, RA/FAStR/StB Dr. Martin Klein, VorsRiBFH Michael Wendt. Mitherausgeben von Prof. Dr. Heribert M. Anzinger, RA/FAStR Dr. Uwe Clausen, RA/StB/Vors.RiBFH a.D. Prof. Dr. Hans-Joachim Kanzler, Prof. Dr. Andreas Musil, PräsFG Prof. Dr. Thomas Stapperfend, VorsRiinFG Prof. Dr. Susanne Tiedchen, RiBFH Dr. Sven-Christian Witt, RiBFH a.D. Dr. Winfried Bergkemper. Autoren WP/StB Dipl.-Finw. Klaus Altendorf, Prof. Dr. Heribert M. Anzinger, Ltd.RD Dipl.-Finw. Wilfried Apitz, RA/FAStR Prof. Dr. Jochen Axer, StB Dipl.-Kfm. Dr. Sven-Eric Bärsch, Dr. Martina Baumgärtel, Prof. Dr. Bernhard Becht LL.M. †, RiBFH a.D. Dr. Winfried Bergkemper, RiFG Dr. Holger Berninghaus, RiFG Dr. Sascha Bleschick, RiBFH Jürgen Brandt, Dipl-Finw. ARin Claudia Braun, RA Ronald Buge, RA, FAStR Dr. Gero Burwitz, RA, FAStR Dr. Uwe Clausen, Prof. Dr. Marc Desens, StB Dipl.-Kfm. Prof. Dr. Thomas Dommermuth, StB/RA Dipl.-Volksw. Prof. Dr. Christian Dorenkamp LL.M. (NYU), WP/StB Dipl.-Kfm. Tobias Dreixler, RiFG Prof. Dr. Klaus-Dieter Drüen, Dr. Daniel Dürrschmidt LL.M., WP/StB Hans-Martin Eckstein, MinRat Dr. Thomas Eisgruber, RiFG Hans-Ulrich Fissenewert, RA/StB Dr. Einiko Benno Franz LL.M., RA/StB Dr. Arne von Freeden LL.M., Dipl.-Kffr. Dr. Isabel Gabert LL.M., RIBFH Dr. Michael Geissler, RAin, Fachanwältin für Steuerrecht Dr. Eva-Maria Gersch, RA/FAStR Dipl.-Finw. Dr. Rüdiger Gluth, WP/StB Dr. Kurt Gratz, RiSG Jens Grönke-Reimann, Dipl.-Wirtsch.-Jur. Carina Günther, VorsRiFG Günter Haep, Riin Dr. Antje Hagena LL.M., Dr. Martin L. Haisch, StBin Dr. Uta Haiß, RAin/FAinStR Dr. Dorothee Hallerbach, VorsRiFG Prof. Dr. Friedrich E. Harenberg, RA Sebastian Hartrott, RA/StB Dr. Klaus Herkenroth LL.M., RiBFH Dr. Andreas Herlinghaus, Prof. Dr. Johanna Hey, StB Dipl.-Kfm. Dr. Christian Hick, Dipl.-Kfm. Dr. Lukas Hilbert, StB Prof. Dr. Jörg Hoffmann, VorsRiFG Dr. Hans-Joachim Horn, RiFG Dipl.-Finw. Jens Intemann, Prof. Dr. Roland Ismer MSc. Econ. (LSE), Reg.-Rätin Dipl.-Finw. Heike Janetzko, VorsRiBFH a.D., RA/StB Prof. Dr. Hans-Joachim Kanzler, RiBFH a.D. Dr. Michael Kempermann, RA/StB Dr. Hanno Kiesel, StBin Anne Killat, Prof. Dr. Gregor Kirchhof LL.M., RiFG Dr. Jan-Hendrik Kister, RA/StB/FAStR Dipl.-Finw. Dr. Martin Klein, WP/StB Dr. Werner Kleinle, RA/FAStR Prof. Dr. Thomas Koblenzer, RiFG Prof. Dr. Hagen Kobor, VorsRiFG Dipl.-Finw. Stefan Kolbe M. Tax, RiFG Dipl.-Finw. Dr. Alexander Kratzsch, RiFG Dipl.-Finw. Prof. Dr. Volker Kreft, VorsRiFG a.D. Ulrich Krömker, RA Dr. André Kruschke, RA/StB Dipl.-Kfm.(FH) Dr. Christian Kühner, RA/StB/WP Dr. Thorsten Kuhn, Dr. Egmont Kulosa, Prof. Dr. Lutz Lammers, RiBFH Dr. Christian Levedag LL.M., RAin/StBin Dr. Bettina Lieber, RA Dr. Wolfgang Lingemann, RA/StB Dr. Mathias Link LL.M., StOAR Dipl.-Finw. Andreas Ludolph, RA/StB Prof. Dr. Peter Lüdemann, RA Martin Mager, RA/StB Dr. Hendrik Marchal, RA/StB Dr. Michael Maßbaum, Städt. Rechtsdir. Norbert Meier, StB Dipl.-Finw. Bernd Meyer, Prof. Dr. Lars Micker BScEc, LL.M., StB Dipl.-Ök. Jörg P. Müller LL.M., Prof. Dr. Andreas Musil, Prof. Dr. Ulrich Niehus, RiBFH Dipl.-Kfm. Dr. Gregor Nöcker, RD Dr. Sven Pache, ORR Dipl.-Finw. Joachim Patt, RiFG Dipl.-Kfm. Dr. Stefan Paul M.M., StBin Dipl.-Kffr. Petra Peffermann, RiBFH Dr. Volker Pfirrmann, Ltd. RD Dr. Hansjörg Pflüger, Prof. Dr. Katja Rade, VorsRiFG Dipl.-Finw. Bernd Rätke, RA/StB Dr. Lars Rehfeld, VorsRiinFG Dr. Christina Reuss, Prof. Dr. Heiner Richter, RA/StB Oliver Rosenberg, Dipl.-Kfm. Dr. Andreas Roth, Gary Rüsch, RiBFH Dr. Ulrich Schallmoser, Christian Schlotmann LL.M., ORRin Dipl.-Finw. Andrea Schmidt, RA Dipl.-Finw. Prof. Dr. Richard Schmidt, NotarAss. Dipl.-Finw. Dr. Stefan Schmitz, RA/StB Dipl.-Finw. Dr. Norbert Schneider, Ri Dr. Tibor Schober, RiinFG Dr. Sandy Schüler-Täsch, Jan Schulz LL.M., RA/StB Dipl.-Kfm. Markus Schulz, WP Thomas Semelka, Prof. Dr. Theodor Siegel, RiFG Dr. Reimer Stalbold, PräsFG Prof. Dr. Thomas Stapperfend, StB Prof. Dr. Thomas Stobbe, RA/FAStR Dr. Frank Stockmann, RA/StB Dr. Andreas Striegel LL.M., StB Dipl.-Finw. Markus Suchanek, WP/StB Dr. Georg Thurmayr, VorsRiFG Dr. Susanne Tiedchen, RiFG Dr. Kai Tiede, Prof. Dr. Oliver Tillmann, StBin Luise Uhl-Ludäscher, RA/FAStR Georg von Wallis, RA/FAStR/FAVwR Klaus Voß, VorsRiFG Dr. Klaus J. Wagner, RA/FAStR Dr. Heinrich Jürgen Watermeyer, RiBFH Rainer Wendl, VorsRiBFH Michael Wendt, RiFG Dr. Stefan Wilk, Prof. Dr. Helmuth Wilke, RiFG Dr. Sven-Christian Witt. Begründet von Alfons Mrozek, Albert Kennerknecht. Fortgeführt von RA/FAStR Carl Herrmann †, RA/FAStR Dr. Gerhard Heuer †, RA/FAStR Prof. Dr. Arndt Raupach.
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