Frankfurter Kommentar zum Kartellrecht

Mit Kommentierung des EU-Kartellrechts, des GWB und einer Darstellung ausländischer Kartellrechtsordnungen
Frankfurter Kommentar zum Kartellrecht
Loseblattwerk Verlag Dr. Otto Schmidt KG
Erläutert von Anbeginn des GWB - Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen - in eindrucksvoller Breite und Tiefe die Auswirkungen der kartellrechtlichen Vorschriften zum deutschen und europäischen Recht. Kommentierungen zur 10. GWB-Novelle.
Erscheinungsweise: 3 x jährlich
  • Sekundärrecht der Union, Unionsrecht
  • Kommentierung des EU‐Kartellrechts und des GWB
  • Darstellung kartellrechtlicher Fragen aus Wissenschaft und Praxis
  • Inklusive juris Datenbank FK online

ISBN 978-3-504-41182-4

165X235 mm, 11.302 Seiten, Kommentar, 7 Ordner, Loseblattsammlung
439,00 € inkl. MwSt. Fortsetzungsbezug für mindestens 24 Monate. Kündigung danach jederzeit möglich.
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Beschreibung

Das Standardwerk zum Kartellrecht Frankfurter Kommentar (FK) kommentiert und erläutert von Anbeginn des GWB in eindrucksvoller Breite und Tiefe die Auswirkungen der kartellrechtlichen Vorschriften zum deutschen und europäischen Recht. Exakt, praxisnah und auf höchstem wissenschaftlichen Niveau.

Inklusive Datenbank FK online

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Update zur 113. Lieferung:

Mit der 113. Lieferung erhalten Sie weitere wichtige Kommentierungen aus dem europäischen und deutschen Kartellrecht. Im Einzelnen:

Die Kommentierung zu den Ökonomischen Grundlagen von Prof. Dr. Gordon Klein und Dr. Torben Stühmeier wurde umfassend überarbeitet und aktualisiert. Insbesondere wurden die Ausführungen zu digitalen Märkten und den damit verbundenen wettbewerbsökonomischen Fragestellungen erweitert und an die aktuelle Entwicklung in der Regulierung und ökonomischen Literatur angepasst.

Rechtsanwalt Dr. Dietmar Rahlmeyer und Rechtsanwalt Dr. Markus Schöner, den wir neu im FK-Autorenteam begrüßen dürfen, haben die Fallgruppe Art. 101 Abs. 1, 3 AEUV – Informationsaustausch zwischen Wettbewerbern – aktualisiert und fortgeschrieben. Eingearbeitet ist die neuere Rechtsprechung – besonders erwähnenswert das EuGH-Urteil Portugiesische Banken- und kartellbehördliche Entscheidungspraxis sowie vor allem die Horizontal-Leitlinien 2023 der Kommission. Des Weiteren werden praxisrelevante Konstellationen gesondert ausgewiesen und analysiert (zweigleisiger Vertrieb, Verbandsarbeit, Gemeinschaftsunternehmen, Minderheitsbeteiligungen, Plattformen u.a.m.), bei denen oft ein Informationsaustausch einhergeht. Über die Analyse hinaus wird jeweils aufgezeigt, wie die Ziele der Zusammenarbeit ohne Kartellrechtsverstoß erreicht werden können.

Die Rechtsanwältinnen Dr. Anna Blume Huttenlauch und Marie-Luise Heuer , die wir beide ebenfalls als neue Autorinnen im FK begrüßen, haben die Kommentierung zu den Strukturkrisenkartellen (Art. 101 AEUV) überarbeitet. Die Darstellung verdeutlicht, warum es zu dieser Figur seit geraumer Zeit keine europäische und deutsche Entscheidungspraxis gibt und warum sie selbst angesichts jüngster geopolitischer Krisen keine Renaissance erfahren hat. Im Mittelpunkt stehen die hohen Anforderungen an echte Strukturkrisen, die die Kartellgesetze stellen, sowie die engen Grenzen für eine Freistellung von Kapazitätsabbau-Maßnahmen nach Art. 101 Abs. 3 AEUV.

Rechtsanwalt Dr. Jan Heithecker hat die Kommentierungen zu Art. 19 und 23 FKVO auf den neuesten Stand gebracht. In der Kommentierung zu Art. 19 FKVO wurden insbesondere die Darstellung zur Praxis der Zusammenarbeit von Kommission und Mitgliedstaaten aktualisiert und die Erläuterungen zum Rechtsschutz vertieft. In der Kommentierung zu Art. 23 FKVO wurden die fortgesetzten Bemühungen der Kommission um Verfahrensvereinfachung, die zur VO 2023/914 geführt haben, skizziert und die Auflistung des relevanten soft law aktualisiert.

Herr Rechtsreferent am Gerichtshof Dr. Hanns Peter Nehl legt eine Erstkommentierung der Vorschriften über die Überwachungs- und Entscheidungsbefugnisse der Kommission sowie die verfahrensrechtliche Stellung von Torwächtern und Dritten bei der Durchsetzung der Verhaltenspflichten und Verbote des DMA vor (Art. 24 bis 28 DMA ). Darin werden u.a. die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede im Verhältnis zu den Vorschriften des EU-Kartellverfahrensrechts aufgezeigt, denen sie zum Teil nachgebildet wurden. Das betrifft insbesondere die Befugnis der Kommission, einstweilige Maßnahmen (Art. 24 DMA) oder Beschlüsse mit Verpflichtungszusagen (Art. 25 DMA) zur erlassen. Berücksichtigt werden auch die neu geschaffene Compliance-Funktion für Torwächter (Art. 28 DMA) sowie die im Verhältnis zum Kartell- und Beihilfenverfahrensrecht sehr eingeschränkte Verfahrensstellung Dritter (Art. 27 DMA), die im Wesentlichen nur Informationsquellen für die Kommission sind.

Die teilweise Aktualisierung der Kommentierung zu Art. 38 DMA durch Referent Dr. Johannes Persch beschreibt und analysiert die Koordinierung zwischen Kommission und nationalen Wettbewerbsbehörden im Kontext des DMA unter Berücksichtigung neuester Literatur. Die Kommentierung beschreibt Ziel und Verfahren der Koordinierung und nennt exemplarisch Beispiele, in denen bereits eine Koordinierung stattgefunden hat.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Andreas Grünwald hat die Kommentierung des § 19a GWB überarbeitet und ergänzt. Rund fünf Jahre nach Inkrafttreten des „Anti-Big-Tech-Paragrafen" als Teil der 10. GWB-Novelle gibt es nun erste Entscheidungspraxis des Bundeskartellamts. In Sachen Amazon und Apple liegt dazu zudem Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vor. Einen weiteren Schwerpunkt der Neukommentierung bildet das Spannungsfeld zwischen § 19a GWB und der europäischen Gatekeeper-Regulierung nach dem Digital Markets Act (DMA).

Professor Dr. Christian Heinze – auch ihn dürfen wir neu im FK-Autorenteam begrüßen – hat die Kommentierung des § 34 GWB , der Vorschrift zur kartellbehördlichen Vorteilsabschöpfung, von Professor Dr. Wulf-Henning Roth übernommen und aktualisiert. Im Zentrum standen die Änderungen durch die 11. GWB-Novelle, vor allem die neue Vermutung hinsichtlich des Ob und der Mindesthöhe eines durch den Kartellverstoß erlangten wirtschaftlichen Vorteils in § 34 Abs. 4 GWB. Zudem wurde die erste BGH-Entscheidung zur kartellbehördlichen Vorteilsabschöpfung berücksichtigt.

Die Kommentierung zu § 35 GWB wurde von Rechtsanwältin Dr. Silke Möller in Reaktion auf die Entscheidung des BGH vom 17.6.2025 in Sachen Meta/Kustomer (Az. KVR 77/22) mit Blick auf die Ausführungen zur Transaktions-Wertschwelle (§ 35 Abs. 1a Nr. 4 GWB) umfassend überarbeitet. Sie reflektiert jetzt insbesondere die wesentlichen Auslegungsgrundsätze des BGH zum Merkmal der erheblichen Inlandstätigkeit (§ 35 Abs. 1a Nr. 4 GWB) und ordnet diese kritisch ein. Dabei geht die Kommentierung auch auf den Umgang mit den Unsicherheiten ein, welche zumindest bis zu der vom BKartA in Reaktion auf das oben zitierte Urteil beabsichtigten Aktualisierung des Leitfadens Transaktions-Wertschwellen von Januar 2022 bei der Beurteilung der Anmeldepflicht von Zusammenschlüssen bestehen dürften. Ferner wurden auch die weiteren Rechtsprechungs- sowie Literaturverweise auf den neuesten Stand gebracht.

Auch die Kommentierung zu § 38 GWB wurde von Rechtsanwältin Dr. Silke Möller insbesondere mit Blick auf die zitierte Literatur aktualisiert. Es wurde zudem angemerkt, dass der Hinweis des BKartA, dass der Leitfaden Transaktions-Wertschwellen von Januar 2022 die aktuelle Rechtslage nach dem Beschluss des BGH vom 17.6.2025 in Sachen Meta/Kustomer (Az. KVR 77/22) nicht mehr abbildet, keinen Einfluss auf die darin enthaltenen Aussagen zur Berechnung des Wertes der Gegenleistung (§ 38 Abs. 4a GWB) haben dürfte und diese deshalb hiervon unberührt bleiben.

Die Oberregierungsrätin im Bundeskartellamt Hanna Standtke hat die Kommentierung des § 50d GWB übernommen. Die umfängliche Überarbeitung berücksichtigt die durch die 10. GWB Novelle vorgenommenen Änderungen sowie die seit der letzten Bearbeitung veröffentlichte Rechtsprechung und Literatur.

Senior Analyst Dr. Stefan Bulowski und Leitender Analyst Dr. Oliver Zierke, jeweils tätig in der Geschäftsstelle der Monopolkommission, haben die Kommentierung zum Sonderbereich Postsektor grundlegend neu bearbeitet. Nach einem Überblick über die historische Entwicklung des Postsektors und die unions- und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen erfolgt im Schwerpunkt eine Erläuterung jener Vorgaben des Postgesetzes, die sich mit der Marktregulierung befassen. Abgerundet wird der Beitrag durch eine Darstellung der Vorschriften des allgemeinen Wettbewerbsrechts, die besondere Bezüge zum Postsektor aufweisen.

Dr. Sebastian Peyer (University of East Anglia) hat die Darstellung des Kartellrechts im Vereinigten Königreich komplett überarbeitet. Die Kommentierung verschafft einen Überblick über das englische Fusionskontrollrecht, das Verbot kartellrechtswidriger Absprachen sowie das Verbot des Missbrauchs von Marktmacht. Der Beitrag beschäftigt sich erstmals mit Folgen des Brexits für das englische Kartellrecht und legt in Grundzügen den neuen Regulierungsrahmen für digitale Märkte dar (Digital Markets Competition and Consumer Act 2024 ([DMCCA]).

Informationen zu den Ergänzungslieferungen
Zuletzt erschien Lieferung 113 (April 2026/194,- € zzgl 19,- € für die Datenbank).
Autoren
Herausgegeben von VorsRiOLG a.D. Wolfgang Jaeger; Generalanwältin am EuGH Prof. Dr. Juliane Kokott LL.M., S.J.D.; Prof. Dr. Petra Pohlmann; RA Prof. Dr. Dirk Schroeder ✟; RAin Prof. Dr. Daniela Seeliger. Bearbeitet von Prof. Dr. Hans Achenbach; Prof. Dr. Thomas Ackermann LL.M.; RA Michael Baron; RA Dr. Wolfram Bauer; Jun.-Prof. Dr. Tabea Bauermeister; Lehrstuhlvertreter Dr. Björn Christian Becker; RAin Dr. Bettina Bergmann; RAin Dr. Stephanie Birmanns; RA Michael D. Blechman Esq.; Prof. Dr. Martin Böse; RA Dr. Christian-Dietrich Bracher; Prof. Dr. Oliver Brand LL.M.; VorsRiOLG Jürgen Breiler; RA Dr. Niklas Brüggemann; RA Prof. Dr. Hermann-Josef Bunte; RA Silvio Cappellari LL.M.; Stellvertr. Abteilungsleiterin Zsuzsa Cserhalmi; RAin Mechthild Düsing; RA Peter Giese; RA Dr. Patrick Gerardy; RA Dr. Carsten Grave; RA Dr. Max Grewe; RA Sebastian Gröss; RA Dr. Andreas Grünwald; RA Gerd Axel Gutermuth LL.M.; RA Dominique Heintz; RA Dr. Jan Heithecker; RA Hans-Joachim Hellmann LL.M.; RA Dr. Michael Hertslet; Prof. Dr. Johannes Heyers LL.M.; Dr. Jan Christoph Höft; Ass.-Prof. Dr. Lena Hornkohl LL.M.; RA Christian Horstkotte; RA Dr. Florian Huerkamp; VorsRiOLG a.D. Wolfgang Jaeger; RA Christian Jopen; RA Konstantin Jörgens LL.M.; RA Dr. Sebastian Jungermann; RA Dr. Thomas Kapp LL.M.; Prof. Dr. Urs Kindhäuser; Prof. Dr. Gordon J. Klein; RA Dr. Tobias Klose; PD Dr. Daniel Könen LL.M.; PD Dr. Carsten König LL.M; RA Dr. Tilman Kuhn; Jun.-Prof. Dr. Lea Katharina Kumkar; RiOLG Christian Kunnes; Wirtschaftshistoriker und -jurist Dr. Anselm Küsters; Prof. Dr. Knut Werner Lange; Ltd. RD Markus Lange; Prof. Dr. Sarah Legner; RiOLG Lars Lingrün; Prof. Dr. Andrea Lohse; RA Dr. Sebastian Louven; RA Dr. Thomas Lübbig; RAin Dr. Christina Malz LL.M.; Jun.-Prof. Dr. Juliane Mendelsohn; Prof. Dr. Frank Meyer LL.M.; RA Prof. Dr. Hans Jürgen Meyer-Lindemann; RAin Dr. Silke Möller LL.M.; RA Dr. Oliver Mross LL.M.; RA Dr. Jens-Olrik Murach; Rechtsreferent am EuGH Dr. Hanns Peter Nehl LL.M.; RAin Dr. Theresa Oehm; RDin Juliette Orologas; Jun.-Prof. Dr. Jannik Otto; RA Hansjörg Pardemann; Prof. Dr. Marian Paschke; RAin Jennifer B. Patterson Esq.; Referent Dr. Johannes Persch; RA Dr. Sebastian Peyer LL.M.; RA Henrik Peytz; Generalanwalt am EuGH Prof. Dr. Giovanni Pitruzzella; Prof. Dr. Rupprecht Podszun; Prof. Dr. Petra Pohlmann; RAin Dr. Romina Polley; RA Dr. Dietmar Rahlmeyer; RA Philippe Reich LL.M.; RA Dr. Thilo Reimers; RA Dr. Peter Reinert LL.M.; RA Dr. Harald Rieger; RA Dr. Lukas Ritzenhoff; RA Dr. Siegfried Rixen; RA Dr. Andreas Rosenfeld; Prof. Dr. Wulf-Henning Roth LL.M.; RA Lars-Peter Rudolf; RA Hanno Schaper; RA Dr. Hartmut Schneider LL.M.; RA Prof. Dr. Dirk Schroeder ✟; RD Dr. Roland Schwensfeier LL.M.; RAin Prof. Dr. Daniela Seeliger LL.M.; Jur. Mitarbeiterin am EuGH Mariya Serafimova; Prof. Dr. Fabian Stancke; ORRin Hanna Standtke; Project Manager Dr. Torben Stühmeier; Legationsrat Dr. Moritz Thörner LL.M.; Prof. Dr. Pieter Van Cleynenbreugel; RA Michael Vetter LL.M.; RA Prof. Dr. Sven B. Völcker LL.M.; RA Hans-Markus Wagener; RA u. Notar Prof. Dr. Christoph Wagner; RA Dr. Arthur Waldenberger LL.M.; RAin Dr. Daisy Walzel LL.M.; Prof. Dr. Franziska Weber; Prof. Dr. Thomas Weck LL.M.; RA Dr. Georg Weidenbach M.Jur.; RA Dr. Johannes Weisser LL.M.; RA Dr. Christoph Werkmeister LL.M.; RA Michael Jürgen Werner LL.M.; RA Prof. Dr. Hartmut Weyer; Dipl.-Kfm., RA Prof. Dr. Eugen Wingerter; RA Mag. Dr. Hanno Wollmann LL.M.; RA Dr. Matthias Wolter; RAin Dr. Heidi Wrage-Molkenthin.

Rezensionen

"Ein Werk von eindrucksvoller Breite und Tiefe zum deutschen und europäischen Recht; für die immer wichtiger werdende Kartellrechtsvergleichung unentbehrlich."
Prof. Dr. Wolfgang Fikentscher, München, DNotZ 9/2002

„…eines der wichtigsten Standardwerke zum Kartellrecht.“
Karin Wessely ÖZW Juni 2013

"Praxis und Wissenschaft brauchen den Frankfurter Kommentar, und zwar täglich unzählige Male, weil er besser ist als andere."
Prof. Dr. Dr. h.c. Fritz Rittner, Freiburg i.Br. JZ 2/2003

„Compared with other commentaries on the German Law Against Restraints of Competition and EC antitrust law, the Frankfurter Kommentar dedicates particular care to procedural issues, to be understood in the widest sense… The information it offers is always clear and circumspect, helpful for the practitioner, stimulating for the antitrust theorist, written and organized on a high level.“
Prof. Dr. Wolfgang Fikentscher, München ICC 6/2009

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