05.05.2014

Wechsel an der Spitze des Zehnten Senats

Der bisherige Vorsitzende Richter des Zehnten Senats des Bundesarbeitsgerichts Professor Dr. Ernst Mikosch ist mit Ablauf des 30.4.2014 in den Ruhestand getreten. Sein Nachfolger wird der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Ersten Senats Dr. Rüdiger Linck.

Der 1949 in Fulda geborene Professor Dr. Ernst Mikosch begann seine richterliche Karriere in der Arbeitsgerichtsbarkeit des Landes Baden-Württemberg. 1992 wurde er nach einer zweijährigen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesarbeitsgericht zum Vorsitzenden Richter am LAG Baden-Württemberg ernannt und wechselte 1993 an das BAG. Hier gehörte er zunächst dem Fünften Senat an und leitete sodann seit seiner 2009 erfolgten Ernennung zum Vorsitzenden Richter den Zehnten Senat, der insbesondere für Streitigkeiten über Sonderzahlungen zuständig ist.

Mikosch ist seit 1998 Honorarprofessor an der Universität Tübingen. Er hat als Herausgeber und Autor den arbeitsrechtlichen Diskurs mitgeprägt. Unter seinem Vorsitz hat der Zehnte Senat insbesondere einige viel beachtete Entscheidungen zu den Auswirkungen der Finanzkrise von 2008/2009 auf Bonuszahlungen an Bankmitarbeiter gefällt.

Der neue Vorsitzende des Zehnten Senats Dr. Rüdiger Linck wurde 1959 in Essen geboren. Er trat 1989 in die Arbeitsgerichtsbarkeit des Landes Baden-Württemberg ein. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesarbeitsgericht wurde er Ende 1993 an das Sächsische LAG abgeordnet und Anfang 1994 zum weiteren aufsichtsführenden Richter beim Arbeitsgericht Leipzig berufen. 1996 wurde er zum Vorsitzenden Richter am LAG ernannt.

2001 wechselte Linck an das Bundesarbeitsgericht, wo er zunächst dem Fünften Senat und ab Februar 2007 dem Sechsten Senat angehörte. Dort war er ab 2008 stellvertretender Vorsitzender. Seit November 2009 gehörte er dem Ersten Senat des Bundesarbeitsgerichts als stellvertretender Vorsitzender an.

BAG PM Nr. 19. u. 20/14 vom 30.4.2014
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