12.01.2023

BMF-Schreiben zur Gewinnermittlung nach § 13a EStG vom 10. November 2015 (BStBl I 2015, 877)

Mit BMF-Schreiben v. 4.1.2023 hat die Finanzverwaltung Randnummer 29 des BMF-Schreibens v. 10.11.2015 (BStBl. I 2015, 877) an die aktuelle BFH-Rechtsprechung angepasst.

BMF-Schreiben
BMF-Schreiben v. 4.1.2023 - IV C 7 - S 2230/21/10003 :008, DOK 2022/1305393

EStG § 13a

Der BFH hat in seinem Urteil vom 8. Juni 2022 - VI R 30/20 entschieden, dass der Grundbetrag nach § 13a Absatz 4 Satz 2 EStG i. V. m. Anlage 1a zu § 13a EStG bei der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen für ein Rumpfwirtschaftsjahr lediglich zeitanteilig anzusetzen ist.

Diese Entscheidung widerspricht jedoch den Ausführungen in Randnummer 29 des BMF-Schreibens vom 10. November 2015, BStBl I 2015, 877. Randnummer 29 wie daher wie folgt neu gefasst:

"Ist der Gewinn nach § 13a EStG für ein Rumpfwirtschaftsjahr oder ein verlängertes Wirtschaftsjahr zu ermitteln, sind der Grundbetrag (§ 13a Absatz 4 Satz 2 EStG), der Zuschlag für Tierzucht und Tierhaltung (§ 13a Absatz 4 Satz 3 EStG) und die pauschalen Gewinne für Sondernutzungen (§ 13a Absatz 6 Satz 2 EStG) zeitanteilig für jeden begonnenen Monat mit einem Zwölftel anzusetzen."

Die Neuregelung ist in allen offenen Fällen anzuwenden. In Fällen des verlängerten Wirtschaftsjahres ist Randnummer 29 in der Fassung des BMF-Schreibens vom 10. November 2015 (BStBl I 2015, 877) weiterhin für Wirtschaftsjahre anzuwenden, die vor dem 4. Januar 2023 begonnen haben.
BMF online
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