Radbruch

Radbruch Gesamtausgabe (Reihe)

Band 11: Strafrechtsgeschichte

ISBN 978-3-8114-2147-9

794 Seiten, 150 X 230 mm, 2001, Monographie / Praxisbuch / Ratgeber, Buch Hardcover
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Beschreibung
Im Zusammenhang mit einer intensiven Diskussion um das "Abschaffen des Strafens" können Radbruchs strafrechtsgeschichtliche Arbeiten auch in der heutigen Zeit den Blick für den Zusammenhang von Rechtsgeschichte und Sozialgeschichte, für die soziale Bedingtheit der Reaktion auf das "Verbrechen" (und des Verbrechens selbst) schärfen. Immer wieder kommt bei Radbruch auch eine Kritik an zeitbedingten Grausamkeiten und Härten sowie eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der Institution der staatlichen Strafe überhaupt zum Ausdruck. Er weist dabei auch auf kontraproduktive Wirkungen eines Strafrechts hin, das (vielleicht) das Gute will und (zumindest oft) das Böse schafft.
Auch die Geschichte des Verbrechens von 1931 wird bestimmt durch das Leitmotiv, daß "Maßnahmen, die der Bekämpfung des Verbrechens dienen sollten, in Wahrheit zur Förderung des Verbrechens gedient haben". Dabei geht es vor allem um die Erkenntnis, daß "die Verbrechensbekämpfung in erster Linie eine soziale und eine Erziehungsaufgabe sei".

Aus der Feststellung, daß sich das gesamte Strafrecht ganz überwiegend gegen die besitzlosen Volksklassen wendet und dies aber letztlich im Wesen der Gesellschaftsordnung begründet ist, resultiert die Forderung nach einer Umwandlung von Strafen in wertungsfreie Maßnahmen der Besserung und Sicherung.

In der Geschichte des Verbrechens finden sich neben Abschnitten, die sich auf einzelne Gesetzeswerke ("Reichspolizeiordnungen") oder Delikttypen ("Wilddiebstahl"; "Kindesmord") beziehen, auch Kapitel, die bestimmte Epochen ("Reformation") oder gesellschaftliche Gruppen ("Fahrendes Volk"; "Die Juden"; "Zigeuner") in den Mittelpunkt der Untersuchung stellen.
Autoren
Von (Verfasser) Prof. Dr. Ulfrid Neumann ., Herausgegeben von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Arthur Kaufmann [+] .
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