Versicherungsrecht (VersR)
Die Zeitschrift Versicherungsrecht (VersR) ist die führende deutschsprachige Fachzeitschrift auf den Gebieten des Versicherungsrechts und des Haftungs- und Schadensrechts mit großer nationaler und internationaler Anerkennung. Seit 70 Jahren ist VersR verlässliche Informationsquelle für Richter, Rechtsanwälte, Praktiker aus Versicherungsunternehmen, Sozialversicherungsträgern, Verbänden und Behörden, Versicherungsvermittler und Sachverständige. Als unabhängige juristische Fachzeitschrift ist sie zugleich anerkannte Plattform für den wissenschaftlichen Diskurs und den Fachaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
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Beschreibung
Die VersR erscheint im Verlag Versicherungswirtschaft und hält ihre Leser mit zwei Ausgaben im Monat stets aktuell informiert. Die rd. 500 im Jahr abgedruckten Entscheidungen dokumentieren die relevante Rechtsprechung nachhaltig und vollständig. In fundierten Urteilsanmerkungen werden besonders wichtige Entscheidungen kommentiert und in den rechtlichen und wirtschaftlichen Gesamtkontext eingeordnet. Pro Jahr veröffentlicht die Zeitschrift über 70 vertiefende Aufsätze von renommierten Autoren aus Wissenschaft und Praxis.
Die Fachbeiträge vermitteln ausführliche Informationen zu grundlegenden und aktuellen Themen auf hohem Niveau. Alle wichtigen neuen Entwicklungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung, und Unternehmenspraxis werden umfassend behandelt und aufbereitet. Die Autoren der Zeitschrift nehmen hierdurch starken und wegweisenden Einfluss auf die versicherungs- und haftungsrechtliche Diskussion in Wissenschaft und Praxis. Fundierte Information und fachlicher Diskurs zwischen Wissenschaft und Praxis sind Markenzeichen des Rechtsstandorts Deutschland. Dies gilt in besonderem Maß für den staatlich umfassend regulierten Versicherungsbereich mit seinen Rechtsprodukten, den über 460 Mio. Versicherungsverträgen, und für die tägliche Anwalts- und Gerichtspraxis in dem alle Lebensbereiche erfassenden Haftungs- und Schadensrecht. Die hochkarätig besetzte Schriftleitung aus Wissenschaft und Praxis ist Garant für die dauerhafte Qualität und die erfolgreiche Weiterentwicklung der Zeitschrift.
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Erscheinungsweise:
2 × monatlich am 1. und am 15.
Aktuelles Heft
Heft 12/2026
Aufsätze
Looschelders, Dirk, Schadensersatz bei unfallbedingtem Ausfall eines Fahrzeugs, VersR 2026, 737-746
Bei der Regulierung von Verkehrsunfällen stellt der unfallbedingte Ausfall des Fahrzeugs eine wichtige Schadensposition dar. Dem Grundsatz nach ist anerkannt, dass der Geschädigte vom Schädiger und von dessen Haftpflichtversicherer Ersatz der für die Anmietung eines gleichartigen und gleichwertigen Fahrzeugs tatsächlich entstandenen Kosten verlangen kann. Ist ein privat genutztes Fahrzeug betroffen, so kann der Geschädigte stattdessen unter bestimmten Voraussetzungen aber auch eine pauschale Nutzungsausfallentschädigung beanspruchen. Im Detail ergeben sich dabei zahlreiche Probleme, die in Rechtsprechung und Literatur nicht immer einheitlich beurteilt werden. Darüber hinaus stellt sich die grundsätzliche Frage, ob das bestehende System der Ersatzansprüche bei unfallbedingtem Fahrzeugausfall in Anbetracht veränderter Mobilitätsanforderungen und eines möglichen Wandels der gesellschaftlichen Anschauungen zu Mobilität und Freizeit noch zeitgemäß ist. Der Beitrag stellt die geltenden Grundsätze zum Ersatz der Mietwagenkosten und zur Nutzungsausfallentschädigung dar und diskutiert vor diesem Hintergrund die neueren Entwicklungen.
Jaeger, Lothar, Vorsicht Strom – Warnung vor Hochspannung in den Bahn-Oberleitungen und andere Maßnahme der Verkehrssicherung auf Rangier- oder Güterbahnhöfen, VersR 2026, 746-753
Auf Rangier- und Güterbahnhöfen der DB kommt es immer wieder zu Unfällen, die etwa 13 Jahre alte Jungen erleiden, die einen Güterwaggon besteigen und der stromführenden Oberleitung zu nahe kommen. Wenn sie den Unfall überleben, sind schwerste Schäden wie Verbrennungen und Amputationen die Folgen. Seit fast 20 Jahren wurde dazu keine Entscheidung mehr veröffentlicht, offenbar weil etwaige Schadensersatzansprüche außergerichtlich erledigt wurden.
Die Rechtsprechung beruht immer noch auf Anforderungen an die Verkehrssicherungspflicht, die damals gestellt wurden. Neuere Erkenntnisse zum technischen Fortschritt der Rangiertechnik, zur Geländesicherung durch Bewegungsmelder oder Videoüberwachung oder durch automatische Stromabschaltungen vor einem Kontakt, sind bisher nicht judiziert.
Auch die beklagte DB hat zur Verkehrssicherung auf Rangier- und Güterbahnhöfen offensichtlich ohne neuen Druck durch die Rechtsprechung nichts unternommen. Daran wird auch die Entscheidung des LG Oldenburg vermutlich nichts ändern, so dass mit der folgenden Anmerkung der Versuch unternommen wird, Bewegung in den Status quo zu bringen.
Reiff, Peter, VersR Report: Ausgewählte neue Rechtsprechung zum Versicherungsvermittlerrecht, VersR 2026, 754-759
Im Anschluss an VersR 2025, 725 ff. berichtet dieser Beitrag über acht OLG-Urteile zum Versicherungsvermittlerrecht (§§ 59–73 VVG), die im Zeitraum von Oktober 2024 bis Januar 2026 ergangen sind. Referiert werden ferner zwei OLG Urteile und ein LG Urteil aus der Zeit zwischen Juni 2025 und März 2026, die einen wettbewerbsrechtlichen beziehungsweise berufsrechtlichen Hintergrund haben.
Rechtsprechung
Versicherungsvertragsrecht
OLG Hamm v. 13.1.2025 - 20 U 142/24, Anforderungen an die Angaben über den der Versicherung zugrunde liegenden Fonds nach § 10a VAG a.F., VersR 2026, 760-761
BGH v. 22.4.2026 - IV ZR 70/25, Mitteilung der maßgeblichen Gründe für die Neufestsetzung der Prämie nach § 203 Abs. 5 VVG, VersR 2026, 762-765
BayObLG v. 18.2.2026 - 101 VA 160/25, Rechtliches Interesse eines Organmitglieds an Einsicht in die Akten eines Rechtsstreits zwischen VN und Versicherer, VersR 2026, 765-769
OLG Hamm v. 19.3.2025 - 20 U 66/24, Keine Redlichkeitsvermutung für Mitglieder einer eingetragenen Genossenschaft, VersR 2026, 769-773
BGH v. 22.4.2026 - IV ZR 168/24, Voraussetzungen der Zahlung einer Zeitwertentschädigung in der Gebäudeversicherung bei mehreren Realgläubigern, VersR 2026, 773-778
Haftungsrecht
KG v. 19.9.2025 - 7 U 3/24, Haftung eines Generalunternehmers für einen Erfüllungsgehilfen, VersR 2026, 778-782
OLG Frankfurt v. 17.10.2025 - 29 U 100/24, Kein Mitverschulden des Opfers einer Geldwäsche im Verhältnis zum Täter, VersR 2026, 782-786
BGH v. 31.3.2026 - VI ZR 100/25, Unerheblichkeit einer erneuten Beschädigung der Sache bei fiktiver Schadensabrechnung, VersR 2026, 786-787
LG Oldenburg v. 1.12.2023 - 2 O 2383/15, Neue Maßnahmen der Verkehrssicherung auf Rangierbahnhöfen zum Schutz gegen Stromunfälle, VersR 2026, 787-797
Prozessrecht
BGH v. 10.3.2026 - VI ZR 165/23, Streitwertbestimmung bei wiederkehrenden Leistungen, VersR 2026, 797-799
Arbeitsrecht
OLG Karlsruhe v. 8.4.2025 - 2 UF 50/25, Verzinsung des Ausgleichsbetrags im Fall der externen Teilung bei gesetzlicher Rentenversicherung als Zielversorgung, VersR 2026, 799-800
Aktuell
BGH: Kein Anspruch auf Entschädigung nach dem AGG für eine blinde Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik versagt worden ist, VersR 2026, R3
Aus dem Inhalt der nächsten Ausgaben, VersR 2026, R3
Autoren und Redaktion
Einreichung von Manuskripten für die Zeitschrift VersR
Bitte übersenden Sie Ihr Manuskript als Word-Datei (nicht als PDF-Datei) per E-Mail an die Redaktion (redaktion-versr@vvw.de). Bitte geben Sie bei der Einreichung Ihre vollständigen Kontaktdaten mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer an.
Herausgeber und Hauptschriftleiter:
Prof. Dr. Manfred Wandt, Frankfurt/M.
Weitere Mitglieder der Schriftleitung:
Prof. Dr. Oliver Brand, LL.M., Mannheim (Allgemeines Versicherungsvertragsrecht und Krankenversicherung); Dr. Jürgen Bürkle, Stuttgart (Versicherungsaufsichts- und Versicherungsunternehmensrecht); VRiOLG a.D. Lothar Jaeger, Köln (Berufshaftungs- und Amtshaftungsrecht); RA Prof. Dr. Theo Langheid, Salzburg (Allgemeines Versicherungsvertragsrecht, alle Versicherungszweige außer Haftpflicht- und Personenversicherung); Prof.Dr. Dirk Looschelders, Düsseldorf (Haftpflichtversicherung, Haftungsrecht, Sozialversicherungsrecht, Internationales Privat- und Prozessrecht); Prof. Dr. Mark Makowsky, Mannheim (Unfallversicherung und Straßenverkehrsrecht); Prof. Dr. Peter Reiff, Trier (Allgemeines Versicherungsvertragsrecht, Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Vertriebsrecht, Prozessrecht).
Herausgeberbeirat:
Prof. Dr. Walter Bayer, Jena; RA Dr. Gunne Bähr, LL.M., Köln; Prof. Dr. Meinrad Dreher, LL.M., Mainz; RA Dr. Joachim Grote, Köln; VRiOLG Dr. Gregor Gundlach, Hamm; RiBGH Marion Harsdorf-Gebhardt, Karlsruhe; RA Dr. Bodo Hasse, LL.M., München; Prof. Dr. Helmut Heiss, LL.M., Zürich; VRiBGH Dr. Ulrich Herrmann, Karlsruhe; Dr. Sibylle Kessal-Wulf, BVR a.D., Ombudsfrau für Versicherungen, Berlin; Prof. Dr. Robert Koch, LL.M., Hamburg; Prof. Dr. Leander D. Loacker, Zürich; Prof. Dr. Jan Lüttringhaus, LL.M., Hannover; RiBGH Sascha Piontek, Karlsruhe; Prof. Dr. Petra Pohlmann, Münster; Prof. Dr. Roland Rixecker, Saarbrücken; Prof. Dr. Lena Rudkowski, Gießen; Prof. Dr. Martin Schauer, Wien; Dr. h.c. Wilhelm Schluckebier, BVR a.D., vertr. Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung, Berlin; Prof. Dr. Andreas Spickhoff, München; RiBGH Vera von Pentz, Karlsruhe; Prof. Dr. Gerhard Wagner, LL.M., Berlin.
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