WM - Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht
Die WM informiert wöchentlich aktuell und umfassend im Rechtsprechungsteil über Urteile und Beschlüsse des Europäischen Gerichtshofs, des Bundesgerichtshofs, der übrigen obersten Bundesgerichte sowie der Instanzgerichte zum Wirtschaftsrecht und Bankrecht. Im Beitragsteil erscheinen Aufsätze renommierter Autoren über aktuelle Themen.
Beschreibung
Die WM informiert wöchentlich aktuell und vollständig über Entscheidungen des Bundesgerichtshofs, der übrigen obersten Bundesgerichte sowie der Instanzgerichte zum Wirtschaftsrecht und Bankrecht. Sämtliche für die Kreditwirtschaft bedeutsamen Entscheidungen werden in vollem Wortlaut veröffentlicht.
Im Beitragsteil und in Sonderbeilagen erscheinen Aufsätze renommierter Autoren über aktuelle Themen des Wirtschafts- und Bankrechts sowie Rechtsprechungsübersichten. Rezensionen informieren über Neuerscheinungen im Bankrecht und Wirtschaftsrecht.
Aktuell und ungekürzt
Rechtsprechung
Veröffentlichung aller wichtigen Entscheidungen aus dem Wirtschafts-, Bank- und Kapitalmarktrecht
Praxisrelevant und fundiert
Beiträge
Abhandlungen, Diskussionsbeiträge und Sichtweisen namhafter Autoren zu aktuellen Problemstellungen
Ausführlich und informativ
Rechtsprechungsübersichten
Dokumentationen
Rezensionen relevanter Literatur
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Erscheinungsweise:
Die WM erscheint wöchentlich samstags.
Aktuelles Heft
Heft 29/2026
Beiträge
Mülbert, Peter O. / Heim, Christoph V., KI-basierte Marktmanipulation – Zur Reichweite und Anwendung der Art. 12, 15 MAR, WM 2026, 1349-1364
Der Einsatz künstlicher Intelligenz am Kapitalmarkt eröffnet neue Möglichkeiten marktmissbräuchlichen Verhaltens. Diese betreffen sowohl die Optimierung bekannter Manipulationsstrategien als auch qualitativ neuartige Verhaltensweisen, die erst durch autonome KI-Systeme möglich werden. Der Beitrag untersucht die aus dem KI-Einsatz resultierenden Missbrauchsrisiken und deren rechtliche Erfassung durch das Marktmanipulationsverbot der Art. 12, 15 MAR, ausgehend von der Unterscheidung zwischen dem gezielten Einsatz von KI als Werkzeug (Marktmanipulation mittels KI) und autonomem KI-Verhalten, das ohne konkrete Einzelanweisung manipulative Strategien entwickelt (Marktmanipulation durch KI). Mit Blick auf autonomes KI-Verhalten werden drei übergeordnete Problemkreise behandelt: (i) ob eine autonome KI i.S.d. Art. 12 Abs. 1 MAR handeln und subjektive Tatbestandsmerkmale erfüllen kann, (ii) auf welcher normativen Grundlage sich dieses tatbestandsmäßige Verhalten einem Verbotsadressaten zurechnen lässt, wobei diese Zurechnung als strukturell eigenständige Kategorie erstmals die Verbindung zwischen tatbestandsmäßigem Verhalten oder Wissen einer nicht-rechtsfähigen Entität und einem Verbotsadressaten begründet, und (iii) wer Zurechnungsadressat ist. Über den KI-Einsatz hinaus geht schließlich die Frage, ob das Marktmanipulationsregime eine tatbestandliche Exkulpation durch Compliance zulässt. Die Untersuchungsergebnisse werden unter rechtsmethodischen Aspekten zu drei Anforderungen verdichtet, unter denen kapitalmarktrechtliche Verbote die Vorgänge autonomer KI sachgerecht zu erfassen vermögen.
Richter, Thomas / Loibl, Sina, Marktmanipulation mit Künstlicher Intelligenz – ersetzen Maschinen den Menschen?, WM 2026, 1364-1370
Der Beitrag beschreibt neue Muster der informationsgestützten Marktmanipulation durch “Pump and Dump“ mit Künstlicher Intelligenz (KI). Während die Masche des Pump and Dump an sich nicht neu ist, sinken durch den Einsatz von KI die organisatorischen Hürden erheblich. Manipulationshandlungen, die bis vor wenigen Jahren ein ganzes Netzwerk von Tätern und Gehilfen erforderten, können heute von der KI in einigen Sekunden erledigt werden. Zugleich treten die tatsächlichen wie auch die rechtlichen Grenzen der Strafverfolgung zutage.
Rechtsprechung
Bankrecht, Kapitalmarktrecht und Finanzdienstleistungsrecht
EuGH v. 2.7.2026 - C-261/25, C-262/25, Beginn der Verjährung eines Anspruchs auf Rückforderung zu Unrecht gezahlter Zinsen, WM 2026, 1370-1375
EuGH v. 5.3.2026 - C-70/25, Europarechtliche Vorgaben für die Erstattung einer nicht autorisierten Zahlung bei Vorliegen eines Schadensersatzanspruchs der Bank, WM 2026, 1375-1381
BGH v. 19.5.2026 - XI ZB 12/22, Pflicht zur Aufklärung im Verkaufsprospekt über besondere Schwierigkeiten durch eine Vielzahl benötigter Baugenehmigungen und hierfür regelmäßig erforderlicher Schmiergeldzahlungen bei Bauprojekt in Indien, WM 2026, 1381-1389
LG Hanau v. 5.6.2026 - 7 O 1455/25, Übertragung der Rechtsprechung des BGH zu Negativzinsen auf Körperschaften des öffentlichen Rechts, WM 2026, 1389-1392
Insolvenzrecht und Zwangsvollstreckung
BGH v. 11.6.2026 - IX ZB 1/25, Kein Pfändungsschutz nach § 850i ZPO für Zugewinnausgleichsforderung, WM 2026, 1392-1394
Bürgerliches Recht und Handelsrecht
BayObLG v. 16.6.2026 - 101 Sch 171/25 e, Anforderungen an eine wirksame Schiedsvereinbarung, WM 2026, 1394-1396
Bücherschau
Karsten Schmidt, Insolvenzordnung: InsO, WM 2026, 1396
Autoren und Redaktion
Redaktionsbeirat:
RA Thorsten Höche, Chefsyndikus des Bundesverbandes deutscher Banken e.V., Berlin (Vorsitzender); Prof. Dr. Jens-Hinrich Binder, LL.M. (London), Eberhard Karls Universität Tübingen; Vizepräsident des BGH Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Karlsruhe; Prof. Dr. Rafael Harnos, Universität Passau; RAin Dr. Anna Heidelbach, Leiterin der Rechtsabteilung der DZ-Bank AG, Frankfurt a.M.; Prof. Dr. Peter O. Mülbert, Direktor des Instituts für Internationales Recht des Spar-, Giro- und Kreditwesens an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; RA Dr. Heinrich Nemeczek, LL.M. (Harvard), General Counsel bei Scalable Capital, Berlin; PD Dr. Alexander Sajnovits, M.Sc. (Oxford), Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Vors. Richter am BGH Prof. Dr. Heinrich Schoppmeyer, Karlsruhe
Redaktion:
RA Dr. Andreas Lange (verantw. Redakteur), Tel.: 0160/98 77 68 90, E-Mail: a.lange@wmrecht.de
Richter am Bundesgerichtshof Dr. Ole Böger, Karlsruhe
Vors. Richter am Oberlandesgericht Jens Rathmann, Frankfurt/M.
RA Arne Wittig, Frankfurt/M. (sämtlich Anschrift des Verlags)
Lektorat: Sandra Emmerich, Tel. 0221-93738-535, E-Mail: s.emmerich@otto-schmidt.de; Sepideh Mokhtar-Harris, LL.M., Tel. 0221-93738-536, E-Mail: s.mokhtar-harris@otto-schmidt.de
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