WuW - WIRTSCHAFT und WETTBEWERB Zeitschrift & Digital (Bundle) Die Fachzeitschrift für Kartellrecht & Wettbewerbsrecht

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Hochrangige Experten stellen die unterschiedlichen Sichtweisen von Gesetzgebung, Rechtsprechung, Politik und Unternehmenspraxis dar und liefern damit den notwendigen Überblick zum aktuellen Rechtsstand und dessen praktische Auswirkungen.

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Beratermodul WuW - WIRTSCHAFT und WETTBEWERB
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ISSN 0043-6151

Jahresbezugspreis 2026: 531 € (inkl. MwSt.)
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12 Print-Ausgaben im Jahr, Zugang zum Beratermodul WuW - WIRTSCHAFT und WETTBEWERB und zur Otto Schmidt Zeitschriften-App. Die Vertragslaufzeit für ein Zeitschriften-Abonnement beträgt zwölf Monate. Zeitschriften-Abonnements können jeweils bis vier Wochen vor Ende des Kalenderjahres gekündigt werden. Zur Kündigung genügt eine E-Mail an kundenservice@otto-schmidt.de.

Beschreibung

Wirtschaft braucht Wettbewerb. Wettbewerb braucht Aufsicht – Die führende Fachzeitschrift für Kartellrecht & Wettbewerbsrecht.

Mit WIRTSCHAFT und WETTBEWERB erkennen Sie entscheidende Entwicklungen und Zusammenhänge im deutschen und europäischen Kartellrecht sowie im Wettbewerbsrecht. WIRTSCHAFT und WETTBEWERB ist das führende deutsche Medium auf dem Gebiet des deutschen und europäischen Kartellrechts, Wettbewerbsrecht, Fusionsrechts sowie der Wettbewerbspolitik.

Hochrangige Experten aus Gesetzgebung, Rechtsprechung, Politik und Unternehmerpraxis liefern wertvolle Einblicke und kommentieren aktuelle Entwicklungen im Kartellrecht und Wettbewerbsrecht. Mit prägnanten Analysen und verständlichen Erläuterungen bietet die Fachzeitschrift einen fundierten Überblick über den aktuellen Rechtsstand und dessen Auswirkungen auf die Praxis.

Top-Themen aus Kartellrecht und Wettbewerbsrecht – Immer auf dem neuesten Stand.

Mit WIRTSCHAFT und WETTBEWERB sind Sie umfassend informiert zu den top-aktuellen Themen:

  • Kartellrecht

  • Wettbewerbsrecht

  • Kartellverbot

  • Fusionskontrolle

  • Kartellschadensersatz

  • Marktbeherrschung

  • Missbrauchsaufsicht

  • Bußgeldverfahren

Durch den Abdruck und die Kommentierung wichtiger Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und Entscheidungen erkennen Sie die entscheidenden Entwicklungen und Zusammenhänge im deutschen und europäischen Kartellrecht. Mit dem WuW-Entscheidungsteil erhalten Sie Monat für Monat die aktuellen und wichtigen Entscheidungen des EuGH, der EU-Kommission, des BGH, der Instanzgerichte und des Bundeskartellamtes. Durch die redaktionelle Aufbereitung der Entscheidungen wird das Erfassen der Kerninhalte wesentlich vereinfacht. Der Blick in andere europäische Kartellrechtsordnungen bietet Lösungsansätze für nationale Praxisfragen.

WIRTSCHAFT und WETTBEWERB richtet sich an Rechtsanwälte in Kanzleien, Firmen und in Wirtschafts- und Fachverbänden sowie an Behörden, Gerichte und Universitäten.

www.wuw-online.de

Erscheinungsweise:
1x monatlich

Aktuelles Heft

Heft 6/2026

Gastkommentar

Snoep, Martijn, A call for European choices, WUW 2026, 301-302

Abhandlungen

Budzinski, Oliver, Die Diskussion um die 50plus1-Regel im deutschen Fußball zwischen Selbstregulierung und wettbewerbspolitischer Intervention, WUW 2026, 303-310

Stellt die sog. 50plus1-Regel, mit welcher die Deutsche Fußball Liga die Ziele Vereinsprägung und Mitbestimmung erreichen möchte, einen wettbewerbsrechtlichen Verstoß dar? Der vorliegende Beitrag arbeitet aus (sport- und wettbewerbs-)ökonomischer Sicht heraus, dass selbst wenn man die 50plus1-Regel grundsätzlich akzeptieren könnte, die relevanten Ausnahmen davon jedoch den Wettbewerb verzerren würden. Der Beitrag untersucht weiterhin, welche Anreize und Möglichkeiten der Ligaverband als marktinterner Regulierer hat, die Ausnahmen wirksam und zeitnah abzuschaffen. Die ökonomische Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass wirksame Maßnahmen der Selbstregulierung nicht zu erwarten sind. Daher wird ein formales Eingreifen des Bundeskartellamts befürwortet.
The 50plus1-Rule in German Football between Self-regulation and Competition Policy InterventionDoes the so-called 50plus1 rule, with which the German Football League aims to achieve the goals of club autonomy and co-determination in professional football, constitute a violation of competition law? From a (sports and competition) economic perspective, we argue that even if the rule were fundamentally acceptable, the relevant exceptions would unduly distort competition. This article further examines what incentives and options the league association, as an internal market regulator, has to effectively and promptly abolish the exceptions, concluding that effective self-regulatory measures are not to be expected.

Lochner, Stefan / Alfter, Mette / Trhal, Nadja, Tchibo, Aldi Süd und § 20 Abs. 3 GWB – Kalter Kaffee oder heißes Thema?, WUW 2026, 311-314

§ 20 Abs. 3 Satz 2 GWB ist seit langem umstritten: Das Verbot des Verkaufs von Lebensmitteln unter Einstandspreisen durch Unternehmen mit überlegener Marktmacht adressiert vermeintliche Verdrängungspraktiken, für die es wenig Evidenz gibt. Stattdessen werden ökonomisch effiziente, selektive Unter-Kosten-Preise als Marketinginstrument verboten, was den Wettbewerb schwächt. Die Urteile des LG und OLG Düsseldorf im Falle Tchibo vs. Aldi Süd zeigen zudem, dass vertikal integrierte Unternehmen die Regelung umgehen können, wodurch Anreize zu zusätzlicher vertikaler Integration entstehen. Dies ist nicht nur ökonomisch ineffizient, die vertikale Integration könnte Wettbewerbsprobleme sogar verstärken. Sofern der Gesetzgeber an der Regelung festhalten will, sind zumindest Reformen geboten.
Below-Cost Sales under Section 20(3) GWB: Coffee Ruling strengthens case for reformSection 20(3) sentence 2 GWB prohibits firms with superior market power from selling food below cost. The rule aims to prevent predatory pricing, although there is little empirical evidence that such practices are widespread. Instead, it restricts selective below-cost pricing used as an efficient marketing tool and may weaken competition. The Tchibo v. Aldi Süd decisions by the Regional Court and Higher Regional Court of Düsseldorf show that vertically integrated firms can bypass the rule, creating incentives for further vertical integration. This is not only economically inefficient; vertical integration could even exacerbate competition concerns in the sector. If the legislator intends to retain the provision, reforms are necessary.

Bönisch, Felix / Tosini, Nicola, Simulationsmodelle als Mischbatterie zwischen Daten und ökonomischer Theorie: Kartellschadensermittlung nach dem OLG Stuttgart-Urteil zum Badarmaturenkartell, WUW 2026, 315-321

In seinem jüngsten Urteil hat das OLG Stuttgart ein fünfstufiges Verfahren zur Schätzung von Kartellschäden entwickelt, dessen vierter Schritt auf ein ökonomisches Modell zurückgreift, um zu ermitteln, inwieweit der kartellbedingte Preisaufschlag auf mittelbare Abnehmer weitergegeben wurde. In diesem Artikel erörtern wir diesen Schritt und nehmen ihn zum Anlass, die Anwendung von Simulationsmodellen bei der Quantifizierung von Kartellschäden zu veranschaulichen. Das Problem der Kartellschadensermittlung ist grundsätzlich ein Problem der fehlenden Daten, und Simulationsmodelle bieten einen transparenten und auf die ökonomische Theorie gestützten Ansatz, um diese Lücke wirksam zu füllen. Wir ordnen diesen Ansatz ein und zeigen anhand von Beispielen, wie man fallspezifische Merkmale berücksichtigen kann.
Simulation models in the quantification of cartel damagesIn its recent judgment, the OLG Stuttgart developed a five-step procedure to estimate cartel damages, whose fourth step uses an economic model to quantify the extent to which the cartel overcharge in the upstream market was passed on to customers in the downstream market. In this article, we discuss this step and take it as an opportunity to more broadly illustrate the application of simulation models in the quantification of cartel damages. The problem of cartel damages quantification is intrinsically a problem of missing data, and simulation models offer a transparent and economic theory-based approach to valuably fill this gap. We present this approach and show examples of how simulation models can be tailored to case-specific features.

Nachrichten

Zschocke, Christian / Masling, Michael, Developments in National Competition Laws (January 1, 2026 – March 31, 2026), WUW 2026, 322-326

Entscheidungsanmerkungen

Melhardt, Tim, Gelbe Karte für No-poaching-agreements im Profifußball, WUW 2026, 327

Mit dem Urteil in Sachen CD Tondela bewegt sich der EuGH an der Schnittstelle von Arbeits- und Sportkartellrecht. Gegenständlich sind Vereinbarungen zwischen portugiesischen Erst- und Zweitligavereinen, nach denen sie keine Spieler einstellen, die zur Zeit der pandemiebedingten Saisonunterbrechung 2019/2020 ihre Verträge einseitig gekündigt hatten. Der EuGH qualifiziert diese Vereinbarungen zutreffend als No-poaching-agreements (NPA). Erstmals beschäftigte er sich mit solchen Arbeitgeberkollusionen in der Rechtssache Diarra (C-650/22) = WUW1468324, in der er die einschlägigen Transferregeln als “ihrem Wesen nach“ wettbewerbsschädlich und damit als bezweckte Wettbewerbsbeschränkungen i.S.v. Art. 101 AEUV einstufte. Mit der vorliegenden Entscheidung führt er seine Rechtsprechung zu NPAs im Profisport fort.

Rohner, Tristan, Eilentscheidungen zur Untersuchung des Kraftstoffgroßhandels, WUW 2026, 328-329

Die beiden Beschlüsse des OLG Düsseldorf sind ein Paukenschlag. Die Kraftstoffpreise treiben die Deutschen seit Wochen um. Gesetzesänderungen und Maßnahmenpakete werden im Rekordtempo verabschiedet. Der Druck auf das Bundeskartellamt (BKartA) steigt. Die Eilentscheidungen dürften nun einige Hoffnungen enttäuschen. Der Kartellsenat gewährt Eilrechtsschutz gegen Auskunftsbeschlüsse des BKartA. Die Unternehmen bereiten Preisinformationen auf und veröffentlichen Preisnotierungen zum Kraftstoffgroßhandel. Das BKartA hatte die Auskunftsbeschlüsse in einem Verfahren nach § 32f Abs. 3 GWB erlassen. Ziel war es, nach der Sektoruntersuchung zum Kraftstoffgroßhandel Maßnahmen gegen eine Störung des Wettbewerbs ergreifen zu können. Daraus wird erst einmal nichts. Andreas Mundt hat erklärt, dass das Verfahren nun auf Eis liegt.

Entscheidungen

EuGH v. 30.4.2026 - C-133/24, No-Poach im Fußball: Nebeneinander von Wettbewerbsbeschränkung und Wettbewerbsförderung, WUW 2026, 330-336

EuG v. 22.4.2026 - T-682/24, Fortsetzung der Nachprüfung in Brüssel: Erstattung von Anwalts- und Reisekosten, WUW 2026, 337-340

OLG Düsseldorf v. 22.4.2026 - VI-Kart 7/25 (V), § 32f-Verfahren zu Kraftstoffpreisen: Quellenschutz für Informationsdienstleister, WUW 2026, 340-349

OLG Düsseldorf v. 29.10.2025 - Kart 13/25 (V), Ermittlungen zu Vergleichsportalen: Pflichten bei kartellrechtlichem Auskunftsbeschluss, WUW 2026, 349-352

Bundeskartellamt v. 10.2.2026 - V-54/22, Vorsitzendenschreiben zum Presse-Vertrieb: Ein Grossist statt dreizehn im Presse-Grosso, WUW 2026, 352-356

Bundeskartellamt v. 27.4.2026 - B8-15/25-25, Strommarkt: Weniger Transparenz bei Regelreservegeboten der Übertragungsnetzbetreiber, WUW 2026, 356-357

Bundeskartellamt v. 4.2.2026 - B2-73/20, Preiskontrolle: § 19a-Beschluss gegen Amazon-Mechanismen auf dem Marketplace, WUW 2026, 357-358

BKartA-Kritik an Referentenentwurf: Marktmacht bei Stromerzeugung, WUW 2026, 358-359

Abschlussbericht der BMWE-Kommission: KI, Wettbewerb und Wettbewerbsfähigkeit, WUW 2026, 359

Interview

Lohse, Andrea, Fünf Fragen an Andrea Lohse, WUW 2026, 360

Autoren und Redaktion

Herausgeber; Prof. Dr. Podszun, Rupprecht; Mundt, Andreas; Vors. RiBGH Dr. Stefanie Roloff, Wolfgang; Prof. Dr. Zimmer, Daniel; RA Prof. Dr. Seeliger, Daniela; Prof. Dr. Haucap, Justus; Prof. Dr. Pohlmann, Petra; Prof. Dr. Wagner-von Papp, Florian

Ruth Smith (verantw. Redakteurin), Anschrift: Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Niederlassung Düsseldorf, Neumannstr. 10 40235 Düsseldorf, Tel. 0211 210911-53, 0221/93738-997 (Vertrieb/Abonnementsverwaltung), Fax 0221/93738-906 (Redaktions-Sekr.) bzw. -943 (Vertrieb/Abonnementsverwaltung), E-Mail: r.smith@fachmedien.de

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