Kriminalistik Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis

Kriminalistik

Bereits seit über 75 Jahren erscheint KRIMINALISTIK als unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt regelmäßig Themen u.a. aus den Bereichen Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Kriminalprävention, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Inklusive Online-Archiv der Kriminalistik seit 1999.

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ISSN 0023-4699

11 Ausgaben pro Jahr
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KRIMI, Ausbildung: 174,50 € (inkl. MwSt.)
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11 Print-Ausgaben im Jahr und Zugang zum Online-Archiv "Kriminalistik online". Die Vertragslaufzeit für ein Zeitschriften-Abonnement beträgt zwölf Monate. Zeitschriften-Abonnements können jeweils bis vier Wochen vor Ende des Kalenderjahres gekündigt werden. Zur Kündigung genügt eine E-Mail an kundenservice@otto-schmidt.de.

Beschreibung

Die Kriminalistik liefert in 11 Ausgaben pro Jahr fundierte Informationen und Beiträge kompetenter Fachleute zu aktuellen Themen aus den Bereichen Kriminalpolitik, Kriminalistik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Kriminalprävention, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung und Rechtsmedizin. Rubriken wie Recht Aktuell, Kriminalistik Schweiz, Kriminalistik-Campus sowie Literatur runden den Inhalt ab.

Umfassende Informationen zur aktuellen Ausgabe und Online-Archiv mit Zugriff für Abonnenten auf die Inhalte aller Kriminalistik-Ausgaben seit 1999 auf www.kriminalistik.de.

Erscheinungsweise:
11 x jährlich

Aktuelles Heft

Heft 1/2026

Editorial

Faßbender, Joachim / Martin, Sigmund P., Editorial, Krimi 2026, 1

Beiträge

Holland, Trygve Ben / Zirkel, Carina, Zur Nutzung digitaler Techniken in Justiz und Strafverfolgung, Krimi 2026, 2-7

Durch das Zutun digitaler oder digital unterstützter Techniken in Form spezifischer Anwendungen ergibt sich vielfältiges Potential, Art (Charakter) und Weise (Methodik) zu verändern, wie in der Europäischen Union (EU) auf mitgliedstaatlicher wie EU-Ebene zukünftig Recht gesprochen wird und wie Strafverfolgungsbehörden (miteinander) arbeiten – sie können dazu dienen, wiederkehrende oder auch “Routine“-Aufgaben in den “Online-Bereichen“ zu vereinfachen bzw. beschleunigen, neue Ermittlungsinstrumente ermöglichen und bieten Gesetzgeber und Justiz eine Möglichkeit dazu, Effizienz, Effektivität und Grundrechte in Einklang zu bringen (Methoden). Das EU-geförderte (mithin: kofinanzierte) Projekt VR-DigiJust ist Anlass vorliegenden Beitrages.

Soujon, Uwe Stephan, Der Zeugenbeweis im Strafprozess, Krimi 2026, 8-13

Der nachfolgende Aufsatz befasst sich mit dem wohl wichtigsten Beweismittel der Strafprozessordnung: Dem Zeugen. Ohne ihn wäre es in den meisten Fällen nicht möglich, den Sachverhalt und die prozessuale Tat zu rekonstruieren bzw. aufzuklären. Daher lohnt sich ein Blick auf dieses Beweismittel, um das sich wohl auch die meisten Probleme ranken.

Goertz, Stefan, Aktuelle Bedrohungen durch Spionage und Sabotage – Teil 1, Krimi 2026, 13-21

Der Beitrag untersucht in zwei Teilen aktuelle Bedrohungen, die von Spionage und Sabotage gegen Deutschland und andere europäische Staaten ausgehen. Hierzu werden in Teil 1 u.a. die aktuelle Bedrohungslage dargestellt, Spionage und Sabotage sowie die russische Schattenflotte als Mittel einer hybriden Strategie sowie die Angriffsziele von Spionage und Sabotage. Daneben stehen die aktuellen Hauptakteure von Spionage und Sabotage gegen europäische Staaten im Mittelpunkt, die Geheimdienste Russlands und Chinas sowie deren Proxy-Akteure. Dieser Beitrag stellt die persönliche Auffassung des Autors dar.

Pozderec, Franc, Minderjährige als Konsumenten und Händler von illegalen Drogen in der Republik Slowenien, Krimi 2026, 22-28

Der Drogenkonsum minderjähriger Personen stellt in nahezu allen europäischen Staaten ein beachtliches Problem dar. Um diesem zu begegnen, bedarf es u.a. einer Analyse der als Konsumenten und Händler Betroffenen. Im nachfolgenden Beitrag wird auf den Umgang Minderjähriger mit Drogen und dabei auf das Verhalten und die Denkweise des Jugendlichen als Drogenhändler eingegangen. Es werden Klassifizierungen illegaler Drogen, die Stadien der Abhängigkeit und der Sucht und die daraus resultierenden Schäden beschrieben. Ferner werden die Aktivitäten und die Zusammenarbeit der Polizei mit anderen Institutionen definiert und das Problem der illegalen Drogen in der Republik Slowenien hervorgehoben.

Berty, Rolf, Statistik im Bereich der forensischen Schriftvergleichung, Krimi 2026, 28-35

Wird die Beobachtung eines Schriftmerkmals als Elementarereignis betrachtet, lässt sich die statistische Theorie zur Berechnung von Hypothesenwahrscheinlichkeiten anwenden. Mit zunehmender Befundanzahl sinkt jedoch die Mächtigkeit des tatsächlich nutzbaren Schriftmaterials, sofern nicht alle Befunde der fraglichen Schrift in jeder Vergleichsschrift übereinstimmen. Dieses Problem lässt sich durch das Konzept der Mittleren Relativen Häufigkeit umgehen. Eine Normierung führt zu Hypothesenwahrscheinlichkeiten zwischen 0 und 100 %.

Puglisi, Claudia, Systemische Überforderung und strukturelle Fehlanpassungen, Krimi 2026, 36-42

Polizeiliche Organisationen geraten zunehmend in eine strukturelle Überforderung: Komplexität, Erwartungsdruck und Ressourcenmangel führen zu chronifizierten Belastungslagen. Auf Basis der jüngst erschienenen FoKuS-Studie Nordrhein-Westfalen und der Organisationsuntersuchung der Kantonspolizei Basel-Stadt aus dem Jahr 2024 analysiert dieser Beitrag systemische Belastungsdimensionen entlang der Achsen Führung, Organisation, Kultur sowie Politik- und Gesellschaftsbezug. Die Ergebnisse zeigen tiefgreifende strukturelle Muster, welche die Handlungs- und Leistungsfähigkeit der Polizei einschränken.

Recht aktuell

BGH v. 26.2.2025 - 2 StR 480/24 / Vahle, Jürgen, Gewerbsmäßiger Betrug durch Schockanrufe, Krimi 2026, 42-43

BGH v. 10.6.2025 - 3 StR 561/24 / Vahle, Jürgen, Nötigung zu einer Zahlung bei teilweise berechtigtem Anspruch, Krimi 2026, 43-44

Kriminalistik – Schweiz

Caviola, Hugo / Schindler, Felix / Wirz, Michael, Objektivität und Fatalisierung: Zur Sprache der Verkehrsunfallberichterstattung, Krimi 2026, 45-51

Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Universität Bern zeigt, dass polizeiliche und mediale Berichte Kollisionen im Strassenverkehr meist als zufällige Ereignisse darstellen. Die sprachliche Distanzierung soll Vorverurteilung vermeiden, vermittelt aber Schicksalhaftigkeit. Der Artikel untersucht aus linguistischer, polizeilicher und journalistischer Perspektive, wie Kollisionen als menschlich verantwortete Vorgänge klarer dargestellt werden können, ohne zu beschuldigen.

Kriminalistik – Campus

Franzke, Bettina / Schumacher, Noel, Umgang mit polemischen Aussagen im Polizeiberuf, Krimi 2026, 52-58

Wie können Polizeibeamtinnen und -beamte auf polemische und diskriminierende Aussagen reagieren? Welche Argumente und Gesprächsstrategien sind in einer konkreten Situation wirksam und wünschenswert? Wann sollte auf eine Reaktion verzichtet werden? Anhand von polizeilichen Einsatzsituationen werden Strategien vorgestellt, mit polemischen Aussagen umzugehen. Ob Einsatzkräfte die Aussagen ignorieren, sich von diesen distanzieren, sie diese hinterfragen oder in einen Diskurs einsteigen, ist abhängig vom jeweiligen Kontext und dem Gegenüber. Entscheidend ist, dass Polizistinnen und Polizisten bei der Konfrontation mit polemischen Aussagen reflektiert handeln und ihre Reaktion aus dem Spektrum möglicher Handlungsoptionen bewusst auswählen. (Redaktion: Prof. Dr. Sigmund Martin)

Mattke, Hanna, “Sexting“ unter Jugendlichen, Krimi 2026, 59-64

Sexting bezeichnet in einer weiten Definition das Versenden von sexuellen Inhalten über das Internet. Somit hat Sexting vor allem durch Social Media unter Jugendlichen an Bedeutung gewonnen. Sexting findet dabei sowohl in bestehenden Beziehungen als auch während der Anbahnung von neuen Beziehungen, unter Bekannten oder Fremden statt. Das Versenden von Sexts kann somit eine normale Verhaltensweise sein. Sexting kann aber auch mit problematischen bis hin zu illegalen Handlungen einhergehen und somit eine Gefahr für Jugendliche darstellen (Vogelsang, 2019). Dies verdeutlicht, dass Sexting in einem Spannungsfeld zwischen sexueller Sozialisation und Risiko stattfindet. Dieses Spannungsfeld stellt vor allem Angehörige, Lehrkräfte und die Polizei vor eine Herausforderung. Der folgende Beitrag schafft einen Überblick über das Phänomen Sexting sowie Erklärungsansätze für Sexting unter Jugendlichen. Auf dieser Grundlage werden Gefahren und Schutzfaktoren sowie Auswirkungen auf die Polizeiarbeit herausgearbeitet. (Redaktion: Lara Textores)

Literatur

Soiné, Michael, Weber/Kornprobst/Maier/Dietsch, BtMG Betäubungsmittelgesetz mit AMG, AntiDopG, KCanG, MedCanG, NpSG und Verordnungen. Kommentar, Krimi 2026, 64

Autoren und Redaktion

 KD i.H. Joachim Faßbender, Prof. Dr. Sigmund P. Martin, LL.M. (Yale) 

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