Anatol Dutta/Felix Aiwanger

Islam und deutsche Familiengerichtsbarkeit

Islam und deutsche Familiengerichtsbarkeit
Buch Verlag Ernst und Werner Gieseking GmbH
Die vorliegende, überwiegend explorative Studie befasst sich mit der Frage, inwieweit die Religion des Islam oder die muslimische Religionszugehörigkeit in familiengerichtlichen Verfahren in der Bundesrepublik Deutschland eine Rolle spielt.

ISBN 978-3-7694-1292-5

144 X 220 mm, 2023, 148 Seiten, Monographie / Praxisbuch / Ratgeber, Buch flexibler Einband
49,00 € inkl. MwSt.
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Beschreibung

Im Auftrag des Unabhängigen Expertenkreises „Muslimfeindlichkeit" beim Bundesministerium des Innern befasst sich die vorliegende, überwiegend explorative Studie mit der Frage, inwieweit die Religion des Islam oder die muslimische Religionszugehörigkeit in familiengerichtlichen Verfahren in der Bundesrepublik Deutschland eine Rolle spielt. Den Hauptteil der Studie bildet eine Rechtsprechungsanalyse, die durch Interviews mit ausgewählten Familienrechtsanwälten ergänzt wird. Dabei wird nicht nur analysiert, auf welchen Ebenen der Entscheidungsfindung die Zugehörigkeit zur Religion des Islam eine Rolle spielt. Auch wird ein Augenmerk darauf gelegt, inwieweit sich Anhaltspunkte für eine skeptische oder gar ablehnende Haltung finden lassen, sodass eine Benachteiligung aufgrund der Religionszugehörigkeit vermutet werden könnte.

Die vorliegende Studie hat eine wissenschaftlich wie methodisch herausfordernde Fragestellung zum Gegenstand. Einschlägige Untersuchungen zu dieser Thematik existieren bislang, soweit ersichtlich, noch nicht. Daher ist der Band unbedingt jedem zu empfehlen, der sich in Wissenschaft oder Praxis mit dieser Materie auseinandersetzen muss.

Autoren
Von (Verfasser) Prof. Dr. Anatol Dutta M. Jur.; Felix Aiwanger

Rezensionen

"(...) Das Werk ist nicht nur deshalb zu empfehlen, weil es sich um die bislang wohl einzige Untersuchung handelt, die sich den unterschiedlichen Facetten der Familiengerichtsbarkeit mit Bezug zum Islam widmet. Mag die explorative Studie auch nicht repräsentativ sein, kann die Lektüre jedenfalls der Reflexion eigener Denk- und Entscheidungsmuster dienen. Durch die komprimierte Darstellung der veröffentlichten Rechtsprechung und das Aufzeigen von Alternativdeutungen sensibilisiert das Werk den Leser für die Berücksichtigung der im jeweiligen Verfahren zu ermittelnden Einzelfallumstände. Bestehenden Unsicherheiten könnte durch gezielte Fortbildungen begegnet werden. Alles in allem ist die Lektüre des Werks damit nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der gerichtlichen und anwaltlichen Praxis zu empfehlen. (...)"

(Richterin am AG Dr. Katrin Lack, NZFam 2023, 924)

„... Als Fazit lässt sich die bereits eingangs hervorgehobene Bedeutung der Studie für die gerichtliche Praxis wiederholen. Sie zeigt die Schwachstellen bei der Rechtsfindung auf und sensibilisiert zugleich das Problembewusstsein. Deren Lektüre ist aber nicht nur den Vertretern der gerichtlichen Praxis, sondern auch der Anwaltschaft und der Wissenschaft zu empfehlen."

(Vors. Richter am OLG a.D. Dr. Rainer Hüßtege, RabelsZ 2025, 175 ff.)

„... Bei der Studie handelt es sich – soweit ersichtlich – um eine der ganz wenigen, möglicherweise vielleicht sogar um die einzige Untersuchung, die sich einer derartigen Thematik widmet. Der Band ist deshalb auch sehr lesenswert – einmal, um mehr über die Behandlung islamisch-religiös geprägter Rechte und deren Institutionen zu erfahren, aber letztlich auch, um eigene Denkmuster zu reflektieren. ..."

(Richter am KG Dr. Martin Menne, RpflStud 2025, 97 f.)

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